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Gesundheit : Brustkrebs-Vorsorge: MV bundesweit vorn

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mehr als jede dritte Frau ignoriert aber die Einladung zum Mammographie-Screening

Das Mammographie-Screening ist die einzige Vorsorgeuntersuchung, zu der eingeladen wird – und es ist die am häufigsten in Anspruch genommene. Im vergangenen Jahr erschienen in Mecklenburg-Vorpommern 60,76 Prozent der angeschriebenen Frauen zur Brustkrebsvorsorge, so die Verwaltungschefin des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK), Sigrid Gierich. „Die direkte Ansprache macht sich bezahlt“, ist sie überzeugt.

Frauen zwischen 50 und 69 Jahren wird im Abstand von zwei Jahren die Röntgenuntersuchung ihrer Brust angeboten. Durch die regelmäßig wiederholten Untersuchungen soll Brustkrebs in einem möglichst frühen Stadium entdeckt werden, in dem noch schonend behandelt werden kann. Die beim MDK angesiedelte „Zentrale Stelle“ verschickt an alle Frauen dieser Altersgruppe die Einladungen. „Dafür greifen wir auf Meldeamtsdaten zurück“, erläutert Sigrid Gierich. Die Untersuchung selbst erfolgt dann an einem von insgesamt 19 Standorten der vier im Land ansässigen Screening-Einheiten.

In einem zu Jahresbeginn veröffentlichten bundesweiten Vergleich, der allerdings auf Daten aus dem Jahr 2010 basiert, liegt Mecklenburg-Vorpommern bei der Inanspruchnahme vor allen anderen Bundesländern (Durchschnitt: 54 Prozent). Dennoch gibt es Grund zur Sorge: Während sich die Teilnahmerate in den ersten Jahren kontinuierlich verbessert hat – von 51,2 Prozent im Jahr 2005/06 auf 66,4 Prozent im Jahr 2010 – ist jetzt wieder ein Rückgang zu verzeichnen. Grund dürften immer wieder aufflammende Diskussionen über den Nutzen dieser Untersuchung sein. Nach Angaben der in Berlin ansässigen Kooperationsgemeinschaft Mammographie-Screening ist dieser allerdings erwiesen: Bei acht von 1000 zum ersten Mal untersuchten Frauen werde Brustkrebs entdeckt, bei Folgeuntersuchungen lag die Entdeckungsrate bei 5,5 von 1000. Im Jahr 2010 wurden so deutschlandweit immerhin 17 500 Karzinome aufgespürt, 74 Prozent davon in einem prognostisch günstigen Stadium unter zwei Zentimeter Größe, 78 Prozent noch ohne Lymphknotenbefall.

 

 

 

 

 

 

 

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erstellt am 03.Jun.2014 | 07:35 Uhr

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