Bildung einer Spielgemeinschaft : Brüel und Sternberg beenden Zwist

<fettakgl>Die Vereinsvorsitzenden</fettakgl> vom Brüeler SV Helmut Däubler (2. v. l.) und vom FC Aufbau Sternberg Matthias Müller (2. v. r.)  besiegelten gestern die Zusammenarbeit. Aus der Brüeler Vereinsführung waren Rüdiger Strege (l.) und Lars Köpcke dabei. Foto: Michael Beitien
Die Vereinsvorsitzenden vom Brüeler SV Helmut Däubler (2. v. l.) und vom FC Aufbau Sternberg Matthias Müller (2. v. r.) besiegelten gestern die Zusammenarbeit. Aus der Brüeler Vereinsführung waren Rüdiger Strege (l.) und Lars Köpcke dabei. Foto: Michael Beitien

„Den alten Zwist zwischen Brüel und Sternberg haben wir abgebaut", sagte der Präsident des Brüeler SV Helmut Däubler im Sternberger Sportlerheim. Am Vormittag wurde die Zusammenarbeit besiegelt.

svz.de von
05. Juni 2012, 05:57 Uhr

Sternberg/Brüel | "Den alten Zwist zwischen Brüel und Sternberg haben wir abgebaut", sagte gestern der Präsident des Brüeler SV Helmut Däubler im Sternberger Sportlerheim. Am Vormittag besiegelten er und der Präsident des FC Aufbau Sternberg Matthias Müller die Zusammenarbeit. Zur neuen Saison gehen 250 Kinder und Jugendliche aus beiden Vereinen als SG (Spielgemeinschaft) Sternberg/Brüel in den Punktspielbetrieb. Die SG hat zehn Fußballmannschaften gemeldet und damit mehr als jeder andere Verein im Parchimer Umfeld. In der A-Jugend ist mit der TSG Warin noch ein Dritter im Boot. Hier spielt ab Sommer die SG Sternberg/Brüel/Warin in der Landesliga.

"Meine Einschätzung zu Sternberg hat sich geändert", streute sich Däubler angesichts früherer Unstimmigkeiten mit der Vereinsführung in der Nachbarstadt Asche auf das Haupt. Die Sternberger und Brüeler Spieler hätten sich in vergangenen Jahren auch schon besser verstanden als die Vorstände. Großen Anteil an der jetzt vereinbarten Zusammenarbeit habe Aufbau-Präsi Matthias Müller, sagt Däubler. Mit ihm sei man gleich auf Augenhöhe gewesen.

"Viele Vereine haben uns das vorgemacht", so Müller zur Gründung der Spielgemeinschaft. Es gehe darum, auch angesichts des demographischen Wandels einen niveauvollen Spielbetrieb zu sichern. Jeder Verein für sich hätte das nicht mehr durchgehalten. In der Gemeinschaft kann die SG von der C- bis A-Jugend auf Großfeld spielen. Das sei auch auch für die Vorbereitung auf den Herrenbereich wichtig.

"Das ist keine Hau-Ruck-Aktion", so Däubler bei der Vertragsunterzeichnung. Der neue Brüeler Vereinsvorstand, in den Rüdiger Strege als stellvertretender Präsident und Lars Köpcke als Abteilungsleiter Fußball kooptiert sind, hat zugestimmt. Trainer und Übungsleiter aus beiden Mannschaften haben sich zusammengesetzt. Damit sich alle noch besser kennen lernen, ist noch im Juni eine gemeinsame Vorstandssitzung der beiden Sportvereine angedacht, bei der auch die Trainer und Übungsleiter dabei sind, und die mit einem gemütlichen Grillabend enden soll.

Eine Spielgemeinschaft zwischen Brüel und Warin gab es bereits in den vergangenen Jahren. Der Wariner Bernd Fröhnel ist bei der jetzt auf drei Vereine ausgeweiteten Spielgemeinschaft der A-Jugend auch weiter im Boot, erfuhr SVZ gestern.

Mit der Orientierung der Brüeler in Richtung Sternberg verfolgt man aber auch das Ziel, dass Kinder, die gleiche Schulen besuchen - wie das Gymnasium in Sternberg - auch gemeinsam Fußball spielen können.

Die Vereinbarung sieht vor: Die Kinder bleiben Mitglied in ihrem jeweiligen Verein. Trainiert wird gemeinsam. Die Heimspiele der SG Sternberg/Brüel finden eine Halbserie auf dem Sternberger und eine auf dem Brüeler Sportplatz statt. Dadurch lasse sich die Sportanlahe optimal ausnutzen, sagt Strege. Denn die Kosten der Anlage müsse der Verein selbst tragen, es gebe keine kommunale Unterstützung. Der stellvertretende Brüeler Vereinsvorsitzende hofft, dass sich noch mehr Sponsoren finden und auch die öffentliche Hand wahr nimmt, was hier in der Kinder- und Jugend arbeit passiert.

"Ohne Sponsoren geht da nichts", pflichtet Matthias Müller bei. 3000 bis 4000 Euro koste pro Saison der Spiel betrieb einer Jugend-Großfeldmannschaft, wobei es für die Übungsleiter nicht einmal eine Aufwandsentschädigung gibt. Das ist über die Mitgliedsbeiträge nicht finanzierbar. Von fünf Euro, die der FC Aufbau pro Kind im Monat kassiert, muss er 3,75 Euro sofort wieder als Pflichtausgaben weitergeben für den Verband und die Versicherung.

Die jetzt besiegelte Zusammenarbeit funktioniere nur mit der Unterstützung der Eltern, so Müller. Denn es sind mehr Fahrten notwendig zum Training und zu den Spielen.

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