Verkehr : Brückenrisse: A 19 für Lkw und Busse gesperrt

Einsturzgefahr: Schwerer Verkehr ist tabu.
Einsturzgefahr: Schwerer Verkehr ist tabu.

Umleitung an einer der Hauptverkehrsadern von Berlin zur Ostsee: Sie läuft über 22 Kilometer ab Röbel und soll mindestens bis Herbst dauern.

svz.de von
29. April 2015, 21:00 Uhr

Eine der Hauptverkehrsadern von Berlin zur Ostsee – die Autobahn 19 – ist für Lkw und Busse bei Malchow gesperrt. „Die Sperrung in Richtung Rostock ist unumgänglich, um weitere Schäden an der Petersdorfer Brücke zu vermeiden“, sagte gestern Ina-Maria Ulbrich, Staatssekretärin im Landesverkehrsministerium. Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen müssen eine 22 Kilometer lange Umleitung in Kauf nehmen – und einige Orte wie Plau, Stuer oder Alt-Schwerin hunderte Lkw täglich ertragen. Der Pkw-Verkehr und die Fahrtrichtung nach Süden seien nicht betroffen.

Experten hatten nach Schweißarbeiten Risse an der Metallkonstruktion der Teilbrücke nach Norden festgestellt. Die rund 1,2 Kilometer lange Brücke führt über die Müritz-Elde-Wasserstraße. Für die Sanierung waren an der Teilbrücke nach Norden Metallplatten zur Verstärkung angeschweißt worden, um den Verkehr komplett zu übernehmen und die andere Teilbrücke nach Süden abreißen und erneuern zu können. Nach den Schweißarbeiten waren aber Risse in den Schweißnähten gefunden worden, die sich ins Haupttragwerk hineinzogen. „Die Anrisse könnten zum Gesamtversagen des Tragwerks führen, wenn der Schwerlastverkehr nicht heruntergenommen wird“, sagte Experte Olaf Mertzsch vom Landesamt für Straßenbau. Die Sperrung soll zunächst bis Herbst dauern.
 

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