Online-Supermarkt : Brot und Milch per Mausklick

Horst Gellert, Mitarbeiter des Food-Shop24, packt die Bestellungen der Online-Kunden im Supermarkt zusammen.
Horst Gellert, Mitarbeiter des Food-Shop24, packt die Bestellungen der Online-Kunden im Supermarkt zusammen.

Edeka baut in MV Lieferservice in Dörfern aus. Rewe zieht nach

svz.de von
20. Juni 2017, 21:00 Uhr

Lebensmitteleinkauf im Online-Supermarkt: Kaufleute der Handelshäuser Edeka und Rewe bauen in MV den Lieferdienst per Mausklick aus. In diesem Jahr würden noch eine Reihe von Kaufleuten in den Service investieren, kündigte Edeka-Nord-Chef David Strack an. Waren, Rostock, Bergen, Ribnitz-Damgarten, Prohn nahe Stralsund: Inzwischen bieten sechs Märkte in MV vornehmlich im östlichen Landesteil in etwa 70 Liefergebieten vor allem in ländlichen Regionen den Online-Lebensmitteleinkauf mit Frischwaren mit tausenden Artikeln an (www.edekanord-shop.de).

Gerade in den Dörfern, in denen der Lebensmitteleinzelhandel oftmals abgezogen war, könne ein Teil der Versorgungslücke geschlossen werden, sagte Ingolf Schubert, Edeka-Online-Pionier und Betreiber mehrerer Märkte in Waren und Rostock.

Spätestens seit des Einstiegs des Online-Riesen Amazon ins deutsche Lebensmittelgeschäft zunächst in den beiden Städten Berlin und Potsdam gerät die Branche unter Druck. Brot und Milch per Mausklick: Im Land Mecklenburg-Vorpommern, wo Einkaufsmöglichkeiten in den Dörfern häufig fehlten, sei der Online-Einkauf für Ältere, die nicht mehr mobil seien, aber auch für Pendler eine Alternative und für Händler vor Ort ein spannendes Geschäft, meinte Kay-Uwe Teetz, Landeschef des Handelsverbandes MV: „Das wird kommen.“ Alle Handelsketten arbeiteten an entsprechenden Lösungen.

Die Kunden greifen zu: Täglich würden mittlerweile 30 Lebensmittellieferungen ausgefahren, erklärte Edeka-Kaufmann Schubert. Vor wenigen Jahren seien es sechs gewesen: „Wir sind sehr zufrieden.“ Die Kunden – Junge, Ältere, Mütter mit Kindern unter Zeitdruck, Kranke – könnten unter 15 000 verschiedenen Artikeln wählen. Das Geschäft wächst: Noch in diesem Jahr solle ein zweiter Transporter ausschließlich für Lieferungen in Dörfern eingesetzt werden. „An dem Online-Geschäft wird künftig kein Weg vorbeiführen“, so Schubert.

Inzwischen ziehen Kaufleute der Rewe-Kette nach: Der Lieferservice solle weiter ausgebaut werden, kündigte Regina Karge an, die im vorpommerschen Barth einen Rewe-Markt betreibt. Nach der Warenbestellung per Telefon beliefere sie derzeit mehr als ein Dutzend Stammkunden in Barth und Umgebung: „Es werden immer mehr“, beobachtete Karge.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen