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Hochschulen : Brodkorb hebt Honorar für Lehrbeauftragte an

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Lehrbeauftragte an den Hochschulen des Landes sollen künftig mehr Honorar bekommen – mindestens 25 Euro pro Stunde. Eine entsprechende Richtlinie des Bildungsministeriums sei derzeit in der Anhörung, sagte Minister Mathias Brodkorb (SPD) gestern in Schwerin. Sie könne voraussichtlich zum Sommersemester in Kraft treten. Zuvor müsse der Landtag den Zielvereinbarungen mit den Hochschulen zustimmen.

Erstmals werde die Mindestvergütung vereinheitlicht, sagte Brodkorb. Bisher liegen die niedrigsten Sätze für Lehrbeauftragte an Universitäten und an der Hochschule für Musik und Theater (HMT) bei bis zu 23 Euro, an Fachhochschulen bei 17,3 Euro. Die bisher unterschiedlichen Honorarsätze an der Basis werden nun abgeschafft. Bei den Höchstsätzen blieben Unterschiede bestehen – sie werden auf 75 Euro an Unis und 62,5 Euro an Fachhochschulen angehoben. Bisher liegen sie bei 55,8 beziehungsweise 39,4 Euro. Die Mindest- und die Höchstvergütungssätze sollen jährlich um zwei Prozent steigen. „Unser Ziel ist, dass wir das Thema nie wieder anfassen müssen“, sagte Brodkorb.

Die Honoraranhebung war lange erwartet worden. Der Minister begründete die Verspätung mit Strukturveränderungen, die zuvor an der HMT nötig waren. Diese ist besonders auf freie Lehrkräfte, vor allem Musiker, angewiesen. Insgesamt geben die Universitäten und Hochschulen im Land bis zu zwei Millionen Euro für Lehrbeauftragte aus, die Hälfte davon die HMT.

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