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Finanzierungsprobleme : Brodkorb dämpft Hoffnung auf zweite Buga in Schwerin

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Die finanzielle Belastung sei zu hoch, Investitionen an anderer Stelle nötiger: MVs Finanzminister äußert Bedenken zu Plänen einer neuen Bundesgartenschau.

svz.de von
erstellt am 09.Mär.2017 | 10:17 Uhr

Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) hat die Hoffnungen auf eine zweite Bundesgartenschau in Schwerin deutlich gedämpft. „Es wäre außergewöhnlich, wenn das Land innerhalb kurzer Zeit zwei Mal eine ,Buga' mitfinanziert, während andernorts großer Bedarf an Investitionen besteht, etwa in Schulen oder Kitas“, sagte Brodkorb am Donnerstag in der Fragestunde des Landtags in Schwerin.

Er verwies zudem darauf, dass die Landeshauptstadt hoch verschuldet sei und bislang kein Konzept vorgelegt habe, wie sie ihren Eigenanteil an der Finanzierung der Gartenschau aufbringen wolle. Die für 2025 geplante Neuauflage werde bisherigen Prognosen zufolge außerdem teurer als die „Buga“ von 2009.

Von den damaligen Kosten in Höhe von rund 47 Millionen Euro habe das Land gut 30 Millionen getragen. Eine solche hohe Beteiligung sei ein zweites Mal kaum vorstellbar. „Es besteht kein Grund zu besonders großer Euphorie und Hoffnung“, sagte Brodkorb. Er räumte aber ein, dass die Buga vor acht Jahren Schwerin einen massiven städtebaulichen Schub und bundesweit große Aufmerksamkeit beschert habe.

Die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft in Bonn hatte im Dezember 2016 der Landeshauptstadt Schwerin den Zuschlag für die Buga 2025 erteilt. Die Bewerbung war auf Beschluss der Stadtvertretung erfolgt.

Im September soll ein Bürgerentscheid darüber befinden, ob Schwerin die Bewerbung aufrecht erhalten soll.

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