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Mecklenburg-Vorpommern

24. Oktober 2017 | 07:56 Uhr

Bundestagswahl 2017 : Briefwahl im Trend

vom
Aus der Onlineredaktion

Stimmzettel zur Bundestagswahl liegen vor. Bei der Landtagswahl 2016 wählte jeder Fünfte per Post

In Mecklenburg-Vorpommern stehen nach Ablauf der Einspruchsfrist die Kandidatenlisten für die Bundestagswahl endgültig fest und liegen nach dem Druck der Stimmzettel nun auch in Kommunen und Ämtern vor. Wie eine Umfrage in den landesweit sechs Bundestagswahlkreisen ergab, können die Wähler damit auch die Unterlagen für die Briefwahl in ihren Heimatgemeinden abfordern. Laut Wahlgesetz müssen sie dazu nicht den Erhalt der Wahlbenachrichtigung abwarten. Ausgabe und Versand der Stimmzettel erfolgt laut Bundeswahlleiter frühestens sechs Wochen vor der Wahl, also von heute an. Allerdings konnten die Kreiswahlleitungen nicht zusichern, dass die Unterlagen von Anfang schon in allen Gemeinden vorliegen werden. Anträge werden aber immer entgegengenommen, schriftlich, per Internet oder persönlich, nicht aber telefonisch.

Die Briefwahl liege im Trend, sagte Landeswahlleiterin Doris Petersen-Goes. Sie werde längst nicht nur von Wählern genutzt, die am Wahltag verhindert sind. Mit der vorgezogenen Stimmabgabe per Post oder im Amt verschafften sich immer mehr Bürger die Möglichkeit, den Wahlsonntag völlig frei zu gestalten.

Laut Landeswahlleiterin stieg der Anteil der Briefwähler bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern von 3,9 Prozent beim ersten Urnengang 1990 auf 11,1 Prozent im Jahr 2002 und schließlich 20 Prozent bei der jüngsten Wahl 2016. Bei der Bundestagswahl 2013 hatten 18,2 Prozent der Wähler ihre Stimmen per Briefwahl abgegeben und sich so am Wahltag den Weg in eines der landesweit damals rund 1800 Wahllokale erspart. Vier Jahre davor lag der Anteil noch bei 15,4 Prozent.

Mit Fertigstellung der Stimmzettel beginnen Gemeinden und Ämter in den kommenden Tagen auch damit, die Wahlbenachrichtigungen an die gut 1,3 Millionen Wahlberechtigten im Nordosten zu verschicken. Post erhalten alle Einwohner, die zum Wahltag am 24. September mindestens 18 Jahre alt sind und bis zum 13. August in ihrem Wohnort gemeldet waren. Nachträgliche Eintragungen in die Wählerverzeichnisse - etwa nach Umzügen - sind nach Angaben von Landeswahlleiterin Doris Petersen-Goes noch bis zum 3. September möglich.

Zur Bundestagswahl Ende September treten in Mecklenburg-Vorpommern 98 Kandidaten von 13 Parteien an. Vor vier Jahren hatte die CDU im Land alle Direktmandate in den sechs Wahlkreisen errungen. Darunter war auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, die erneut in ihrem vorpommerschen Wahlkreis antritt. Außerdem stellen SPD und Linke jeweils drei, die Grünen einen Abgeordneten im aktuellen Bundestag. Diese sieben Parlamentarier schafften gemäß dem Zweitstimmenergebnis der Bundesparteien den Einzug über die Landeslisten.

Frank Pfaff

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