Philatelisten tagen in Rostock : Briefmarkensammeln wieder schick?

france-1289073_1920.jpg

Immer weniger Leute schreiben Briefe, aber das Sammeln von Briefmarken bleibt ein Hobby. Sogar mehr junge Leute sind wieder dabei. Die Philatelistenverbände vermelden einen leichten Zulauf.

von
18. März 2018, 17:40 Uhr

Für junge Leute wird das Briefmarkensammeln wieder interessanter. Der Verband der norddeutschen Philatelisten verzeichnet einen leichten Anstieg der Mitgliederzahlen, wie der Verein „Hansephil“ am Samstag vor dem Landesverbandstag in Rostock mitteilte. „Wir haben eine zunehmende Nachfrage von jungen Leute und es gibt einige Schulen, an denen wir präsent sind, um mit den Jugendlichen in Kontakt zu kommen“, sagte Hansephil-Vorsitzender Gerhard Ehlert. Die Vereine hätten seit Jahren mit einer Überalterung zu kämpfen, die oftmals die Innovation ausbremse.

Durch das gezielte Anwerben an Schulen sowie bei Veranstaltungen seien in Rostock 20 neue Mitglieder hinzugekommen.   Ein Aussterben der Philatelie sei noch nicht in Sicht, meint der Vorsitzende des Norddeutschen Philatelistenverbands, Rüdiger Martienß. Es gäbe zwar Probleme, jedoch sei das Ausstellungswesen wieder sehr im Trend, sagte Martienß. Besonders die spezialisierten Sammler hätten in der heutigen Zeit immer noch die Möglichkeit ihre Sammlungen gewinnbringend zu veräußern. Es käme dabei weniger auf die Quantität als die Qualität an, betonte er.

Auch Auktionshäuser beschäftigen sich mit der Vermarktung von Sammlungen und auch Einzelstücken. Besonders wertvoll seien limitierte Auflagen und auch Fehldrucke, sagte die Sprecherin des Auktionshauses Christoph Gärtner in Bietigheim-Bissingen, Kristine Walle. Es gebe einen großen nationalen und auch internationalen Markt, der Trend gehe in Richtung der Schwellenländer. China und auch einige Oststaaten würden Briefmarken aus historischen Gründen wieder zurück in ihr Land holen, sagte Walle.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen