zur Navigation springen
Mecklenburg-Vorpommern

24. Oktober 2017 | 11:49 Uhr

CDU : Briefe an die Basis

vom
Aus der Onlineredaktion

Wahl von CDU-Spitzengremium: Mitglieder sollen stärker eingebunden werden

svz.de von
erstellt am 23.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Die Anzahl der Kandidaten ist bis jetzt noch überschaubar. In der Debatte um die Nachfolge für den scheidenden CDU-Landesvorsitzenden Lorenz Caffier kursiert lediglich ein Name: Vincent Kokert. Der Fraktionschef und Landesgeneralsekretär der Christdemokraten gilt als Favorit auf das Amt. Bei der Wahl des künftigen Landesvorstandes will die CDU-Spitze aber auch ihre Parteibasis aktiv mit einbeziehen und damit gleichzeitig schlechte Stimmung unter den Christdemokraten in Mecklenburg-Vorpommern vermeiden.

In Kürze werden an alle CDU-Kreisverbände im Land Schreiben verschickt, in dem die Mitglieder aufgefordert werden, Personalvorschläge für den künftigen CDU-Landesvorstand zu machen. „Die Basis wird dieses Mal mehr eingebunden werden als das früher der Fall war“, kündigte Kokert am Montag an. Die bisherigen Vorstandswahlen hatten offenbar zu Unmut unter einigen Christdemokraten an der Basis geführt, die sich von der CDU-Spitze wohl überrumpelt fühlten. Mit dem geplanten Aufruf für Kandidatenvorschläge reagiert die Parteiführung laut Kokert nämlich auf die Kritik an früherer Abstimmungen in Mecklenburg-Vorpommern, bei denen die CDU-Mitglieder erst kurz vor Parteitagen nur über die Personalvorschläge des Vorstandes informiert wurden. „Die Mitglieder sollen nicht das Gefühl haben, übergangen zu werden“, sagte der Fraktionschef über die Brief-Offensive. Man wolle mehr Diskussion an und mit der Basis, betonte Kokert weiter.

Der Nachfolger des eher glücklosen Parteivorsitzenden Lorenz Caffier wird am 8. April in Güstrow gewählt. Caffier war nach dem Debakel bei der letzten Landtagswahl, bei der die CDU lediglich 19 Prozent der Stimmen holte, heftig in die Kritik geraten.

Mehrere Vorstandsmitglieder haben sich bereits für Kokert als Kandidat ausgesprochen. Der 38-Jährige gilt als Vermittler innerhalb der Partei, der auch im konservativen Kreis seine Anhänger hat.

Über seine Ambitionen auf das Amt des Landesvorsitzenden drückt sich der 38-Jährige allerdings noch sehr diplomatisch aus: „Dort, wo ich meinen Beitrag leisten kann, werde ich das gerne tun“, erklärte er gestern. Konkreter wollte er trotz mehrmaliger Nachfrage nicht werden.

Andere Kandidaten sind bisher allerdings nicht in Sicht. „Es sind keine weiteren Signale bekannt“, sagte er. Aber die Schreiben an die CDU-Kreisverbände sind ja auch noch nicht verschickt worden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen