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Landkreis Rostock : Brandsätze auf Wohnheim von Asylbewerbern

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das weckt dunkle Erinnerungen: In Groß-Lüsewitz bei Rostock fliegen Molotow-Cocktails auf ein Asyl-Wohnheim. Unterdessen gibt es Streit um den Polizeieinsatz gegen Anti-NPD-Demonstranten in Stralsund.

svz.de von
erstellt am 12.Okt.2014 | 15:29 Uhr

Auf ein Asylbewerberheim in der Nähe von Rostock haben Unbekannte zwei Brandsätze geworfen. Nach Angaben der Polizei schleuderten die Täter in der Nacht zu Sonntag zwei mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllte Bierflaschen gegen die Hauswand der Unterkunft in Groß Lüsewitz. Das Gebäude geriet nicht in Brand. Menschen seien zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen, teilte die Polizei mit. In dem Heim seien derzeit acht Familien. „Wir gehen von einem politischen Hintergrund aus“, so ein Polizeisprecher. Die Unterkunft werde durch Beamte geschützt. Es wird wegen versuchter schwerer Brandstiftung ermittelt. Bereits in der Vergangenheit war es in MV zu Attacken gegen Ausländerunterkünfte gekommen – 2013 in Eggesin und in Güstrow. In beiden Fällen hatte die rechtsextreme NPD zuvor zu Protesten gegen die Unterbringung von Ausländern aufgerufen.

 

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) verurteilte den Angriff. Die Attacke bestärke ihn, „auch weiterhin konsequent gegen die geistigen Brandstifter dieser wiederholten gefährlichen rechtsextremistischen Provokation vorzugehen.“ Er halte ein baldiges Verbot der NPD für erforderlich. Peter Ritter von der Linken-Landtagsfraktion forderte eine schnelle Aufklärung des Angriffs. Alle Demokraten müssten dafür Sorge tragen, dass Ausländerfeindlichkeit und Rassismus in der Gesellschaft geächtet werden, erklärte er gestern.

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