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Mecklenburg-Vorpommern

25. November 2017 | 01:27 Uhr

Brandenburg kassiert Firmen ab

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erstellt am 15.Apr.2012 | 07:13 Uhr

Potsdam/Berlin | Die gute Ertragslage der Unternehmen in Brandenburg hat im vergangenen Jahr zu einem deutlichen Anstieg der Einnahmen aus der Körperschaftsteuer geführt. Zugleich rechnet die Landesregierung 2012 mit weniger Einnahmen aus der Grunderwerbssteuer als im vergangenen Jahr. Bei der Körperschaftssteuer waren es 2011 für Brandenburg 307 Millionen Euro, wie aus einer am Wochenende bekanntgewordenen Statistik des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Brandenburg hatte damit den besten Wert seit 2000 und lag auch an der Spitze bei den ostdeutschen Ländern ohne Berlin. Die Hauptstadt kassierte Einnahmen aus der Gewinnsteuer hiesiger Unternehmen von 683 Millionen Euro.

Wenn man die Einnahmen in Brandenburg von 2000 bis 2011 addiert, kommt das Land auf rund 1,6 Milliarden Euro - und liegt auch damit an der Spitze der Ostländer ohne Berlin. Die höchsten Einnahmen aus der Körperschaftsteuer, die als Aktiengesellschaft oder GmbH organisierte Firmen auf Gewinne abführen müssen, erzielten Bayern und Nordrhein-Westfalen. Auf die beiden Länder entfiel 2011 mit rund 7,5 Milliarden Euro fast die Hälfte der im gesamten Bundesgebiet kassierten Einnahmen. Am Ende rangierte Mecklenburg-Vorpommern mit einem Körperschaftsteueraufkommen von lediglich 77 Millionen Euro.

Pessimistischer blickt Brandenburgs Landesregierung auf Ergebnisse aus der Grunderwerbssteuer. Während im vergangenen Jahr noch rund 148 Millionen Euro in die Kassen flossen, geht Finanzminister Helmuth Markov (Linke) in diesem Jahr von nur rund 131 Millionen Euro aus. Das geht aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage hervor.

Zugleich bewegen sich die Summen auf vergleichsweise hohem Niveau, denn 2010 waren die Einnahmen auf 86 Millionen Euro eingebrochen. Im Jahr 2009 überwiesen Immobilienkäufer den Finanzämtern noch rund 109 Millionen Euro. Im Jahr 2007, als in den USA die Wirtschafts- und Finanzkrise begann, hatte Brandenburg noch rund 157 Millionen Euro Grunderwerbssteuer eingenommen. Seit Januar 2011 müssen Immobilienkäufer in Brandenburg eine deutlich höhere Steuer zahlen: Unter der rot-roten Regierung wurde sie zum Jahresanfang von 3,5 auf 5,0 Prozent angehoben - das ist der bundesweit höchste Satz. Seit der Föderalismusreform 2006 können die Länder selber den Grunderwerbssteuersatz bestimmen, zuvor lag dieses Recht beim Bund. Berlin hob den Steuersatz in diesem Jahr von 4,5 auf ebenfalls 5,0 Prozent an.

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