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Justizministerin Kuder schockiert : Brandanschlag auf Haus von Ministerin

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Politisches Motiv nicht ausgeschlossen

von
erstellt am 01.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Auf das Haus von Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) auf dem Diedrichshägener Forsthof bei Greifswald ist am späten Mittwochabend ein Brandanschlag verübt worden. Das bestätigten Justizministerium und das Polizeipräsidium in Neubrandenburg. Verletzt wurde niemand. Die Ministerin war nicht im Haus.

Der 67-jährige Ehemann der Ministerin, Alexander Kuder, hatte das Feuer entdeckt und konnte den Brand noch vor Eintreffen der Feuerwehr gegen 22.45 Uhr löschen. Nach Informationen unserer Redaktion hatten Unbekannte mit einem Brandbeschleuniger eine Sitzecke an dem Backsteinhaus angezündet, das sich mitten im Wald befindet.

„Dieser Brandanschlag hat mich erschüttert. Noch weiß niemand, wer aus welchem Motiv dahinter steckt. Ich bin froh, dass niemand zu Schaden gekommen ist“, sagte Uta-Maria Kuder in einer ersten Reaktion. Ob der Anschlag ihr persönlich galt, ist offen. Die Ministerin hat sich Anfang dieses Jahres von ihrem Ehemann getrennt und sich schon seit Monaten nicht mehr auf dem Forsthof aufgehalten. Ein Ministeriumssprecher bestätigte gestern entsprechende Informationen unserer Redaktion.

Die Polizei in Anklam hat eine Ermittlungsgruppe zur Aufklärung des Anschlags gebildet. Da eine politisch motivierte Straftat nicht ausgeschlossen werden könne, sei auch der Staatsschutz eingebunden, hieß es bei der Polizei. Der Diedrichshägener Forsthof gehört wie der umliegende Wald der Universität Greifswald. Die Kuders haben den Hof gemietet. Der durch den Brand entstandene Schaden beträgt 3000 Euro.

In der vergangenen Woche war das Auto vom Landesvorsitzenden der Jungen Union und CDU-Direktkandidaten, Robert Liskow, in der Nähe von Ueckermünde angezündet worden. Inzwischen konnte die Polizei fünf Männer im Alter von 22 bis 30 Jahren ermitteln, die die Brandstiftung begangen haben sollen. Sie werden der linken Berliner Szene zugeordnet.

In Mecklenburg-Vorpommern bekommen nur Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und Innenminister Lorenz Caffier (SPD) als Politiker Personenschutz durch das Landeskriminalamt.

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