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Starke Rauchentwicklung : Brand in Wärmepumpen-Firma

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Dienstag Morgen: Alarm im Güstrower Gewerbegebiet Glasewitzer Burg. Bei Schweißarbeiten an einem 2000-Liter-Wasserspeicher in der Güstrower Wärmepumpen GmbH geriet das Dämm-Material in Brand.

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erstellt am 03.Jan.2012 | 06:57 Uhr

Güstrow | Dienstag Morgen gegen 8.20 Uhr: Alarm im Güstrower Gewerbegebiet Glasewitzer Burg. Bei Schweißarbeiten an einem 2000-Liter-Wasserspeicher in der Güstrower Wärmepumpen GmbH geriet das Dämm-Material in Brand. Auch umliegende Kabel wurden in Mitleidenschaft gezogen und das Dach geringfügig beschädigt. Der ca. zwölf Meter mal 25 Meter messende und ca. vier Meter hohe La gerbereich war nach Ende der Löscharbeiten verrußt.

Ein 47-jähriger Mann, der autogen schweißte, wurde mit leichten Brandverletzungen und Verdacht auf eine leichte Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus Güstrow gebracht. Andere Personen wurden nicht verletzt und konnten den Bereich rechtzeitig verlassen.

Brandermittler der Kripo Güstrow waren vor Ort. Sie gehen von fahrlässiger Brandstiftung aus. Der Schaden beträgt ca. 7000 Euro.

Die Feuerwehr Güstrow rückte mit sechs Fahrzeugen und 30 Kameraden an. Wegen der sehr starken Rauchentwicklung durch das Isoliermaterial und eine brennende Azetylenflasche waren vier Trupps mit Atemgeräten in der Halle im Einsatz. "Die sehr starke Rauchentwicklung durch das Azetylen war das Problem", bestätigte Einsatz- und Wehrleiter Hannes Möller. Der schnelle Einsatz, wie es Möller einschätzte, erstickte das Feuer so schnell, dass es sich nicht ausbreiten konnte. Schon gegen 9 Uhr konnte Ulrike Lenz, Leiterin Marketing, Entwarnung geben. Sie rief ihren Kollegen, die vor dem Firmengebäude Am Augraben standen, zu: "Ihr könnt wieder an eure Arbeit gehen. Bitte öffnet aber die Fenster."

GmbH startet 2012 mit Großauftrag für Türkei

Für Geschäftsführer André Schreier war das kein guter Auftakt in der ersten Woche des neuen Jahres. "Aber wir haben noch Glück gehabt, dass das Feuer nur in der so genannten Kalthalle, in der Material gelagert wird, ausbrach und schnell gelöscht wurde. Deshalb ging die Arbeit auch gleich weiter", schilderte er.

Das ist für André Schreier auch wichtig, denn die GmbH startet gut in das neue Jahr. "Wir haben durch unserer chinesische Muttergesellschaft - die Smartheat-Gruppe - in Shenyang weitere ausländische Kontakte geknüpft und Projekte bekommen", betont der Geschäftsführer. So geht noch im Januar eine erste Lieferung von zwei Großwärmepumpen in die Türkei. "Diese Geräte haben eine Heizleistung von über einem Megawatt und können 100 Haushalte versorgen", berichtet Schreier. Weitere Anlagen sind für Spanien, Italien und Deutschland in Planung. Genauso konzentriert sich die Wärmepumpen GmbH weiter auf die Abwasser-Wärme-Rückgewinnung. Das alles habe dazu geführt, betont Schreier, dass das Unternehmen 2011 die Belegschaft um 50 Prozent auf 35 Mitarbeiter aufstocken konnte.

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