Zweiter Weltkrieg : Bomben auf Mecklenburg und Vorpommern

Luftbild nach Bombenabwürfen: Für die Gefahrenbewertung sowie für die gezielte Suche nach Bombenblindgängern hat Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr über 600 neue Kriegsluftbilder aus alliierten Archiven angekauft.
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Luftbild nach Bombenabwürfen: Für die Gefahrenbewertung sowie für die gezielte Suche nach Bombenblindgängern hat Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr über 600 neue Kriegsluftbilder aus alliierten Archiven angekauft.

Die Innenstädte von Rostock, Anklam, Stralsund und Wismar wurden vernichtet

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31. März 2016, 20:45 Uhr

Auch Mecklenburg und Vorpommern wurden nicht vom Bombenkrieg verschont. Rostock: Als erste Stadt in Mecklenburg bekam Rostock die Wucht des britischen Luftterrors zu spüren. Nachdem Lübeck am 29. März als erste Stadt von britischen Bombern verbrannt worden war, wurde am 23. April die Warnowstadt das Ziel. In vier Nächten ließen 461 Bomber insgesamt 415 Tonnen Sprengbomben und 320 Tonnen Brandbomben über der Stadt ausklinken. Zu diesem Zeitpunkt war Rostock die am meisten zerstörte deutsche Stadt. Mehr als 200 Menschen ließen ihr Leben.

Anklam: Die Stadt an der Peene kam am 9. Oktober 1943 an die Reihe. Ziel der amerikanischen Luftstreitkräfte waren die Arado-Flugzeugwerke im Osten der Stadt. Die erste Welle mit 57 Maschinen warf 243 Eintonnenbomben auf das Aradowerk ab. Danach war die ganze Stadt in eine Staub- und Rauchwolke gehüllt. Die zweite Welle warf ihre 175 Eintonnenbomben einfach in den Rauchball hinein. Zwei Drittel der Stadt waren vernichtet. 400 Menschen mussten sterben.
Stralsund: Als am 6. Oktober 1944 in den Mittagsstunden
106 amerikanische Bomber 1500 Sprengbomben abwarfen, kamen mehr als 800 Menschen ums Leben.
Wismar: Der letzte große Angriff auf eine Stadt in Mecklenburg galt Wismar. In der Nacht vom 14. zum 15. April 1945 zerstörten britische Bomben unter anderem
die Georgenkirche, die Marienkirche und das diese umgebende gotische Viertel mit nur zehn extrem schweren Luftminen.

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