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Mecklenburg-Vorpommern

24. November 2017 | 23:28 Uhr

Bogen überspannt

vom

svz.de von
erstellt am 12.Nov.2007 | 07:01 Uhr

Auf sie mit Gebrüll. Die deutschen Energie-Riesen sehen sich Attacken aus allen Richtungen ausgesetzt. Der Zwangsverkauf von Kraftwerken, mit dem der hessische Wirtschaftsminister droht, ist nur die jüngste Idee, mit der die vier marktbeherrschenden Stromunternehmen an die Kandare genommen werden sollen. Die Politik ist längst entschlossen, eine härtere Gangart gegenüber den Konzernen einzuschlagen.
Zuzuschreiben haben sich das E.On, EnBw, RWE und Vattenfall selbst. Preiserhöhungsorgien, sobald die staatliche Genehmigungspflicht entfallen war, überhöhte Leitungsgebühren, dazu der handfeste Verdacht, dass die Konzerne ihre Preise untereinander abstimmen - solche Abzocke auf dem Rücken der Kunden schreit nach Gegenwehr. Bundeswirtschaftsminister Glos will die Beweislast bei Preiserhöhungen zu Lasten der Konzerne umdrehen und bleibt damit vergleichsweise moderat. Die Europäische Kommission fordert, die Konzerne aufzuspalten, Stromproduktion und Netze zu trennen. Die Konzernchefs müssten eigentlich erkennen, dass sie den Bogen überspannt haben.
Still und heimlich mögen sie hoffen, dass radikale Lösungen im Politgestrüpp zwischen Ländern, Bund und EU doch noch hängen bleiben. Deshalb müssen die Verbraucher endlich ihre Macht ausspielen - und massenhaft zu billigen Anbietern wechseln.

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