Stralsunderin im Kino : Böses Mädchen neben Schweighöfer

<strong>Manuela Wisbeck besitzt Schlagkraft </strong>und zeigt sich gerne taff. Im Film 'Schlussmacher' spielt sie ein It-Girl. <foto> Pantaleon Films</foto>
Manuela Wisbeck besitzt Schlagkraft und zeigt sich gerne taff. Im Film "Schlussmacher" spielt sie ein It-Girl. Pantaleon Films

Ihre schauspielerischen Sporen verdiente sich die gebürtige Stralsunderin Manuela Wisbeck an der Theaterakademie in Zinnowitz. Jetzt spielt sie an der Seite von Matthias Schweighöfer im Film der "Schlussmacher".

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24. Januar 2013, 11:13 Uhr

Ihre schauspielerischen Sporen verdiente sich Manuela Wisbeck an der Theaterakademie in Zinnowitz. Sie stand bei Comedyserien wie "Böse Mädchen" vor der Kamera und hat vor wenigen Tagen die Premiere ihrer dritten Kinorolle gefeiert. Die gebürtige Stralsunderin spielt in "Schlussmacher" mit Matthias Schweighöfer. Unser Redaktionsmitglied Katja Müller sprach mit der 29-jährigen Wahl-Berlinerin.

An der Seite von Matthias Schweighöfer vor der Kamera stehen - ein Kindheitstraum vieler junger Mädchen. Wie hoch sind Sie gesprungen als dieses Angebot kam?

Wisbeck: Sehr hoch! Ich habe mich wie irre gefreut. Aber ich habe ihn nie wie ein Teenager angehimmelt. Er ist sympathisch, macht einen guten Job. Das schätze ich sehr.

Er ist in Anklam geboren. Sie haben dort auf der Bühne gestanden. Gab es da in den Pausen auch Zeit für Gespräche über die Lilienthal-Stadt?

Na klar. Wir haben auch über Vorpommern gesprochen. Ich habe ihm vorgeschwärmt.

Matthias Schweighöfer eilt der Ruf voraus, er sei überheblich. Wie haben Sie ihn erlebt?

Er ist absolut bodenständig, sehr freundlich und ein wirklich guter Schauspieler. Matthias ist ein echter Kumpeltyp. Es macht Spaß, mit ihm zu arbeiten.

Im Film sieht alles so leicht aus. Wie hart war die Arbeit am Set wirklich?

Ich habe mich bei der Bettszene allein mindestens 80-mal auf das Bett geschmissen. Das war schon harte Arbeit.
Gab es viele blaue Flecken oder sogar größere Verletzungen?

Es blieb zum Glück bei den Flecken. Ich habe aber alle Stunt-Szenen selbst gedreht und gerade die Fahrt auf der Motorhaube war nicht ohne.
Sie haben bisher eher spaßige Rollen gespielt. Was wäre eine echte Herausforderung?

Ich würde sehr gern mal eine ernsthafte Rolle haben. Ein Drama vielleicht. Oder eine Rolle, in der ich sterbe. Ich kann viel mehr als nur immer lustig sein.

Gibt es eine Traumrolle oder einen großen unerfüllten Wunsch?

Eine Liebesgeschichte wäre schön. Also ein Film, in dem eine Frau ihre ganz persönliche Liebesgeschichte erzählt.

Mit wem würden Sie gern mal zusammen vor der Kamera stehen?

Hape Kerkeling wäre genial. Ich kenne ihn, ich mag ihn und ich finde ihn klasse. Wir würden ein super Team sein.

Waren Ihre Pfunde jemals ein Problem bei einer Rolle?

Jetzt nicht mehr. Ich habe früher mit mir gerungen, doch Ralf Kober hat mich geöffnet. Er hat mir gesagt: Entweder stehst du zu deinem Gewicht, oder du nimmst ab. Ich habe dann Ersteres gemacht. Die Zeiten an der Zinnowitzer Theaterakademie waren nicht immer leicht, so zwischen all den dünnen Mädchen. Doch ich habe eine tolle Ausbildung bekommen und bin Wolfgang Bordel immer noch sehr, sehr dankbar für diese Chance.

Würden Sie für eine Traum-Rolle extra abnehmen?

Wenn sie mir richtig gut gefällt, dann würde ich das tun. Wie viel, das müsste ich dann sehen. Schöner wäre es allerdings, in einer Rolle abzunehmen. Das würde mir noch besser gefallen.

Aber Sie haben mal gesagt: Ich bin froh, dass ich ’ne Dicke bin! Stimmt das nicht mehr?

Doch sicher. Aber das Leben ist auch Veränderung. Im Alter werde ich sicher Probleme bekommen. Doch momentan fühle ich mich wohl, habe sogar Erfolg und werde vorerst auch an meinem Gewicht nichts ändern. Nur manchmal sind die Klischees ein bisschen nervig. Dicke sind lustig und gemütlich.

Können Sie sich vorstellen, auch mal wieder in Anklam auf der Bühne zu stehen?

Das ist sogar in Planung. Ich würde gerne mit Karoline-Anni Reingraber und Birgit Lenz ein Drei-Mann-Stück auf die Bühne bringen. Wir haben noch kein passendes Stück und keinen Termin gefunden. Aber das steht auf meiner Wunschliste oben.

Wie wichtig sind Ihnen die Heimat und die Ostsee?

Ich brauche die See wie die Luft zum Atmen. Wenn ich die Ostsee sehe, dann sind alle Alltagssorgen und stressigen Momente dahin. Es ist ein wunderbarer Erholungsfaktor. Zudem bin ich ein absoluter Familienmensch. So wie es die Zeit zulässt, fahre ich zu meinen Eltern nach Barth. Und mindestens zweimal im Jahr bin ich auf der Insel Usedom. Dort besuche ich dann Freunde und alte Bekannte. Und ein Besuch in der Theaterakademie ist natürlich Pflicht. Ich habe einen sehr engen Kontakt zu den Dozenten. Meine ehemaligen Mitstudenten habe ich aus den Augen verloren.

Wo geht die Reise in den nächsten Monaten hin?

Sie geht weg aus Berlin. Etwas Neues ist in Planung. Allerdings laufen noch die Verhandlungen. Ich darf nichts sagen. Es wird eine Überraschung, und für mich wird sich ein Traum erfüllen.

Läuten Hochzeitsglocken oder steht eine Verlobung ins Haus?


Weder noch. Ich bin auch nicht schwanger.

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