Video: Explosion von Feuerwerk : Böllerstand explodiert - Neun Verletzte

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Fotos: dpa/Screenshot Youtube

Bei der Explosion von Feuerwerkskörpern auf einem Markt im deutsch-polnischen Grenzgebiet sind mindestens acht Menschen verletzt worden. Laut Medien sind auch Deutsche unter den Opfern.

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29. März 2016, 16:04 Uhr

Es war um die Mittagszeit, als gestern eine gewaltige Detonation die Besucher des Basars im polnischen Grenzort Osinow Dolny 150 Kilometer südlich von Stettin erschreckte. Ein Stand mit Feuerwerkskörpern war kurz vor 13 Uhr explodiert, vermutlich neun Menschen kamen zu Schaden. Ein Video, das ein Augenzeuge mit seinem Handy machte, zeigt einen lodernden Stand mit einer riesigen schwarzen Rauchwolke darüber.

 

Feuerwerkskörper, die hier das ganze Jahr über verkauft werden, waren explodiert. „Warum, das werden wir frühestens in ein paar Tagen wissen“, so  der Polizeisprecher aus der Kreisstadt Gryfino, Bogdan Prostak. „Sieben Rettungswagen und zwei Hubschrauber sind im Einsatz“, erklärte die Sprecherin der Rettungsstelle Stettin, Elzbieta Sochanowska. Verletzte Polen wurden nach Stettin und Nowa Sól geflogen, die Deutschen – insgesamt vermutlich fünf Personen – nach Eberswalde gefahren. Genauere Angaben über deren Zustand wollten die Behörden bis Redaktionsschluss noch nicht machen.

Dem Berliner Andreas S. stand  gestern der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Während seine Frau und seine Tochter mit Rettungswagen ins Krankenhaus Eberswalde transportiert wurden, wartete der 55-Jährige auf seinen Sohn, der ihn vom deutschen Grenzort Hohenwutzen abholen sollte. Die Familie war gerade mit dem Auto an dem Unglücksort vorbeigefahren, als der Stand explodierte. „Ich sah noch Feuer und Rauch und wollte Gas geben, aber es ging nicht mehr“, berichtete er. Plötzlich habe er nichts mehr sehen können, im Auto seien alle Scheiben zerborsten. Dabei seien seine Frau und die Tochter verletzt worden. Zudem sei eine Feuerwerksrakete ins Auto eingedrungen und wild umhergeflogen.

Das Auto musste Andreas S. in Polen stehen lassen. „Es ist wahrscheinlich Schrott“, vermutete er.  „Ich hoffe, dass mir jemand den Schaden bezahlt“, so der Berliner. Sechs weitere Fahrzeuge sollen ebenfalls stark beschädigt worden sein. „Wir fahren sonst immer nach Slubice, aber Frau und Tochter wollten diesmal nach Hohenwutzen“, sagte Andreas S. kopfschüttelnd.

 Erst am 27. Dezember 2015  war in der polnischen Stadt Swinemünde auf der Ostseeinsel Usedom ein Verkaufsstand für Feuerwerkskörper nach mehreren Explosionen abgebrannt. Möglicherweise  hatte ein Schuss aus einer Schreckschusspistole die Explosionen  hervorgerufen. Das Feuer griff von dem Pyrotechnik-Stand so rasch auf benachbarte Buden über, dass die Beschäftigten in Panik die Flucht ergriffen. Augenzeugen berichteten, dass nach den Detonationen Messer von einem Nachbarstand durch die Luft flogen.

Die Feuerwehr war mit fünf Löschzügen im Einsatz und hatte alle Mühe, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Insgesamt fünf Verkaufsstände wurden  zerstört, drei Menschen  verletzt und mehrere Autos beschädigt. Laut Polizeiangaben belief sich der Schaden damals auf etwa 60000 Euro.

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