Badestrandtest: Binz : Bloß nicht nass werden

Spaß am Strand: Mein Mops Rambo tobt mit anderen Hunden herum – doch dem Angsthasen war nicht ganz wohl dabei.  Fotos: Annegret Behncke
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Spaß am Strand: Mein Mops Rambo tobt mit anderen Hunden herum – doch dem Angsthasen war nicht ganz wohl dabei. Fotos: Annegret Behncke

In Binz kommen auch Vierbeiner auf ihre Kosten

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12. August 2016, 12:00 Uhr

Boxer, Dackel und Terrier – sie alle toben, jagen sich gegenseitig durch den Sand, raufen und bellen. Ein großer langhaariger Labrador holt stolz einen Stock aus dem Wasser und trägt ihn zu seinem Herrchen. Wartet, dass er ihn gleich noch einmal mit voller Kraft in die Ostsee wirft. Wenn das meiner auch mal machen würde, denke ich bei mir. Doch was macht mein Mops Rambo? Der tapst ein wenig unbeholfen durchs Wasser, passt auf, dass er nicht zu nass wird. Höchstens die Pfoten, mehr nicht. Ein ganzes Rudel von Hunden kommt angelaufen, fordert ihn zum Spielen auf. Und Rambo? Der schmeißt sich in den feinen Sandstrand von Binz und stellt sich tot, bis sie von dannen ziehen.

Der Hundestrand ist gut besucht. Die meisten Vier- und Zweibeiner verstehen sich großartig und haben Spaß miteinander. Im Ostseebad Binz gibt es zwei Hundestrände. Für einen Vierbeiner werden 50 Cent pro Tag fällig, fürs Herrchen oder Frauchen 2,60 Euro. Der Strand ist trotz der vielen Hunde und zahlreichen Menschen sauber. Ebenso die 4,2 Kilometer lange Promenade von Binz nach Prora, die erst in diesem Jahr zwischen den Strandabgängen 52 und 66 um 1  000 Meter verlängert wurde. Strandkörbe gibt es sowohl am Strand für die Vierbeiner, als auch am Textil- und FKK-Strand. 1  100 Stück aus öffentlicher Hand, dazu kommen zahlreiche Körbe der Hotels. Und auch das Wasser ist hier spitzenmäßig. Binz hat bereits zum 20. Mal die „Blaue Flagge“ erhalten. Das heißt, nicht nur das Wasser hat eine ausgezeichnete Qualität, sondern auch für die Sicherheit am Strand ist gesorgt.

Ein weiterer Punkt, mit dem das Ostseebad glänzen kann, ist die Barrierefreiheit an vielen Orten. So können Rollstuhlfahrer beispielsweise die Strandaufgänge 5, 15, 21, 27, 36 und 42 nutzen. Außerdem gibt es Sanitäre Anlagen, Unterkünfte, Museen, Galerien und weitere Einrichtungen, die speziell auf die Bedürfnisse für Urlauber mit Handicap ausgerichtet sind.

Mein Mops Rambo hat nun endlich Anschluss gefunden. Er spielt mit anderen Artgenossen. Es dauert immer etwas, bis der kleine Herr mit anderen Vierbeinern warm wird. Er ist eben ganz mecklenburgisch – zurückhaltend.

Strandtest Ostseebad Binz

Sandburg-Faktor

Der 5,5 Kilometer lange Sandstrand  von Binz bis Prora lässt kleine Bauherren-Herzen höher schlagen.

Wellen-Faktor

Bei Wind gigantisch – ideal für allerlei sportliche Aktivitäten im Wasser.

Wassersport-Faktor

Surfen, Segeln,  Bananereiten, Tretbootverleih, Wasserski, Wakeboarden, Kajak, Kindersurfen, Steh-Paddeln, Catamaran und Jolle fahren, Tauchen, Angeln und mehr 

FKK-Faktor

Es gibt zwei ausgewiesene FKK-Strände.

Badewannen-Faktor

Die Wasserqualität ist sehr gut. Binz hat bereits zum 20. Mal die „Blaue Flagge“ erhalten. Mit dieser Zertifizierung ist auch die regelmäßige Kontrolle der Wasserqualität verbunden. Diese wird einmal monatlich vom Landesamt für Gesundheit und Soziales vor Ort getestet.

Mops-Faktor

Hunde haben es hier gut, für sie gibt es gleich zwei ausgewiesene Bereiche.

Wellness-Faktor

1100 Strandkörbe der Stadt Binz, zusätzlich kommen jede Menge Körbe der Hotels dazu.

Sicherheits-Faktor

23 Rettungsschwimmer der DLRG haben ein Auge auf die Badegäste.   

Mülleimer-Faktor

In der Hauptsaison gibt es von Binz bis Prora 196 Mülleimer, die Leerung erfolgt täglich. An heißen Tagen kommen  mehr als 30 Kubikmeter Abfälle zusammen. Und auch Seealgen werden abgefahren, wenn sie am Strand angespült werden. Dies war allerdings in den letzten zwei Jahren  nicht notwendig.

Dusch-Faktor

Auf den Campingplätzen stehen gegen  Gebühr Duschen bereit. Am Strand gibt es acht Toiletten. In der Nähe der barrierefreien Strandaufgänge stehen auch behindertengerechte Toiletten zur Verfügung.

Hunger-Faktor

Weltenbummler, Stadthalle, Oma’s Küche

Unterhaltungsfaktor

370 Meter lange Seebrücke, Promenade  mit  einer Menge kleiner Geschäfte und Restaurants, auf dem Kurplatz finden Konzerte und andere Veranstaltungen statt,  Spielplätze 

Dicke-Marie-Faktor

Erwachsene zahlen 2,60 Euro im  Kurbereich I (Binz), 2 Euro  Kurbereich II  (Campingplätze in Prora), Menschen mit einer Behinderung von 80 Prozent  zahlen nichts, ebenso Kinder bis 18 Jahre, für Hunde werden 50 Cent fällig

Und wo gehen Sie gerne baden? Schicken Sie uns Ihre Strandvorschläge mit Adresse, kurzer Beschreibung und gerne auch mit einem Bild an onlineredaktion@medienhausnord.de und wir ergänzen sie als Lesertipp in unserer Karte.

(Hinweis: unvollständige Vorschläge können leider nicht berücksichtigt werden. Die Sammlung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, die Infos sind ohne Gewähr.)

 

>> Morgen im Badestrandtest: Sternberger See

 

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