zur Navigation springen

Blitzer: 122 Fahrverbote am Dreieck Schwerin

vom

svz.de von
erstellt am 11.Sep.2013 | 10:20 Uhr

Ludwigslust | Blitzerfalle Baustelle: Trotz angekündigter scharfer Kontrollen wird an der Baustelle des künftigen Autobahnkreuzes Schwerin von A14 und A24 weiter gerast. Nach nur sieben Messeinsätzen seit dem 22. August müssen 122 Autofahrer mit der Abgabe ihres Führerscheins rechnen. Das bedeutet, dass sie in der auf 80 km/h begrenzten Strecke in der Baustelle mit mindestens 125 Sachen gemessen wurden. Der Spitzenreiter, ein Ford Galaxy, lag vor wenigen Tagen sogar bei 180 km/h. Insgesamt gab es in dem Bereich bisher 2700 Verstöße, meist ging es um Buß- und Verwarngelder.

"Wir wollen und werden hier Ruhe reinbekommen, diese Baustelle ist jetzt schon Messschwerpunkt und wird es auch bleiben. Ziel ist es, die Bauarbeiter zu schützen, damit sie hier nicht über den Haufen gefahren werden", warnt Polizeihauptkommissar Armin Pey von der Autobahnpolizei gestern.

Die Polizisten wiederholen damit die Taktik, die sie bereits an der Brückenbaustelle Gallin an der A 24 angewendet haben. "Wir sagen es an und wir stellen uns ganz offen ohne jede Tarnung an die Straße", erklärte Klaus Wiechmann, der Sprecher der Ludwigsluster Polizeiinspektion. An der Brücke bei Gallin war über Monate ein Kontrolldruck gegen Raser aufgebaut worden. Nach Schätzungen der Polizei wurden allein aufgrund der dortigen Messungen mindestens 500 Führerscheine zeitweise eingezogen. Laut Polizei nehmen die Autofahrer die Schilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung einfach nicht mehr ernst. Zudem trete durch zu viele Baustellen auch ein Gewöhnungseffekt ein. In der Folge würden viele Autofahrer die Gefahren in einer Baustelle deutlich unterschätzen.

Unangepasste Geschwindigkeit ist in Mecklenburg-Vorpommern nach wie vor Hauptunfallursache, teilte das Schweriner Innenministerium mit. 1182 Verkehrsunfälle mit Verletzten und Toten führte die Polizei im vergangenen Jahr auf Raserei zurück. Bei Kontrollen wurden 2012 im Land 149 260 Geschwindigkeitverstöße festgestellt und geahndet - in 57500 Fällen bei Anhaltekontrollen durch die Polizei, geht aus der aktuellen Verkehrsunfallbilanz hervor. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert, mehr Geschwindigkeitskontrollen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen