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Mecklenburg-Vorpommern

21. November 2017 | 22:30 Uhr

Blauröcke retten Schwanenfamilie

vom

svz.de von
erstellt am 10.Aug.2012 | 09:42 Uhr

Schwaan/Niendorf | Beherzter Einsatz von drei Feuerwehrleuten: Sebastian Sparfeld und Maik Baun von der Freiwilligen Feuerwehr Schwaan sowie Gerhard Reincke von der Freiwilligen Feuerwehr Rukieten bringen eine Schwanenmutti mit ihren sechs Jungen in Sicherheit. Sparfeld hatte die kleine Familie auf der Lindenstraße nahe Niendorf entdeckt.

Zum "Rettungseinsatz": Als Sebastian Sparfeld am Mittwoch den Abzweig hinter Waldeck in Richtung Niendorf fährt, sieht er plötzlich eine Schwanenmutter und ihre sechs Jungen auf der Straße. "Sie haben dort richtig gesessen", erzählt der 34-Jährige. Völlig überrascht von den tierischen Verkehrsteilnehmern, ruft er die Rettungsleitstelle des Landkreises Rostock an, aber auch den Wehrführer der Schwaaner Feuerwehr, Maik Baun. Ebenfalls benachrichtigt er den Chef der Rukietener Wehr, Gerhard Reincke. Als die Blauröcke vor Ort sind, versuchen sie die Tiere von der Fahrbahn zu bekommen. Doch das ist gar nicht so einfach. "Die Mutter fauchte, als wir ihr und ihren Jungen näher kamen", erzählt Sebastian Sparfeld. Dabei müssen die Helfer immer wieder auch Autos anhalten, damit diese genügend Abstand halten. Einige der Fahrer schießen sogar Fotos von dem ungewöhnlichen "Schwanen-Ausflug", berichtet Sparfeld. "Wenn wir die Autos nicht angehalten hätten, wären nun sicherlich drei oder vier Tiere tot", sagt der Schwaaner. Die Tiere hielten sich in einer Senke auf, die für Autofahrer nur schlecht einzusehen ist, schildert Sparfeld. Schließlich gelingt es den drei Männern die Schwäne zu bändigen und sie zurück, nach Niendorf, zu "begleiten". "Einige der Jungtiere waren so erschöpft, sodass wir sie unterm Arm trugen." Die Tiere hätten sich nicht gewehrt, nur die Mutter hat "rumgemeckert" erzählt der Schwaaner und lacht.

Warum sie in genau in diese Richtung wanderten , kann sich Sebastian Sparfeld nicht erklären. "Da ist überhaupt kein Wasser in der Nähe", sagt er. Nur eins habe der Schwaaner herausbekommen: Es sei bekannt, dass die Schwäne ab und zu im Dorf "spazieren gehen". Nun schwimmen sie wieder auf dem Niendorfer Teich.


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