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Wildwarnreflektoren : Blaue Blinker an Pfosten bleiben die Ausnahme

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Versuch, Wild von der Straße fernzuhalten / Materialkosten für einen Reflektor liegen zwischen 3,50 und 5 Euro

svz.de von
erstellt am 04.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Auf der Landstraße 09 zwischen Crivitz und Brüel oder im Waldstück zwischen Witzin und Tieplitz auf der B 104 blinkt es blau am Straßenrand. Kein Schabernack, sondern ein Versuch, das Wild von der Straße fernzuhalten. Die so genannten Wildwarnreflektoren sollen die Zahl der Wildunfälle reduzieren. Es bleibt ein Versuch. Jäger, wie Heinrich Pressentin, sind überzeugt, dass es Sinn macht. Auch Andreas Gehrke, Vorsitzender des Jagdverbandes Parchim, begrüßt die kleinen blauen Reflektoren an den Leitpfosten. „Studien besagen zwar teilweise etwas anderes, doch das Wild reagiert nicht immer gleich. Es kommt jeweils auf die Umstände an“, betont Andreas Gehrke. So werde Wild beispielsweise von den Reflektoren abgeschreckt, aber gleichzeitig auch von übrig gebliebenen Streusalz-Resten am Straßenrand angelockt.

Neben der umstrittenen Wirkung spielen aber auch die Kosten eine Rolle. In den meisten Fällen fehle das Geld für diese Wildwarner. Sie werden nicht gefördert und deshalb in den meisten Fällen von den Hegeringen finanziert. Derzeit liegen allein die Materialkosten für einen Reflektor zwischen 3,50 und 5 Euro. Hinzu komme noch der Anbau.

Vom Land werden in naher Zukunft keine weiteren Wildwarnreflektoren an den Leitpfosten in der Region angebracht. Dort setzt man auf andere Methoden, um die Zahl der Wildunfälle gering zu halten.

„Die wirksamste Maßnahme, um Wildtiere von der Straße fernzuhalten, sind immer noch Wildschutzzäune mit sicheren Querungsstellen. Dafür brauchen wir aber lückenlose Zäune.“, erklärt Steffen Wehner, Sprecher des Verkehrsministeriums. Es sei beinahe nur auf Autobahnen oder ähnlich strukturierten Strecken möglich.

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