Landkreis Rostock : Blaualgen an der Küste

Weiße Wolken, blaues Meer – und eklige Algen: So präsentieren sich manche Strandabschnitte in diesen Tagen.
Weiße Wolken, blaues Meer – und eklige Algen: So präsentieren sich manche Strandabschnitte in diesen Tagen.

Abschnitte des Landkreises von „untypischer Erscheinung“ betroffen

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23. August 2016, 21:00 Uhr

Die Küste des Landkreises Rostock ist punktuell mit Blaualgen belastet, meldet das Landratsamt. Das habe die Auswertung einer Wasserprobe aus Heiligendamm bestätigt.

Bemerkt hat das Gesundheitsamt des Landkreises die punktuelle Belastung mit Blaualgen bei der Auswertung einer Probe, die am Montag östlich der Seebrücke von Heiligendamm entnommen wurde. Die Probe habe eine geringe Belastung mit Blaualgen ergeben, die allerdings ein untypisches Erscheinungsbild hätten, heißt es. Auf See als „gelbe Fusseln“ beschrieben, stellten sie sich bei näherer Betrachtung als grau-gelblich und fadenförmig dar. Die Probe war durch die Wasserschutzpolizei und Bürgerhinweise veranlasst worden. Deren Beobachtungen hätten den Küstenstreifen zwischen Stoltera über Nienhagen bis Kühlungsborn betroffen, heißt es aus der Kreisverwaltung.

Kreissprecher Michael Fengler: „Die punktuelle und derzeit geringe Belastung mit Blaualgen wird durch Wind und Strömungen schnell verändert, so dass aktuell nicht von einem dauerhaften und massenhaften Auftreten der Algen an der Küste gesprochen werden kann.“ Für die Küstenabschnitte, an denen punktuell Blaualgen auftreten, wird empfohlen, dass Kleinkinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem dort nicht baden sollten. Bei massenhaftem Auf-treten wird allgemein vom Baden abgeraten. Durch den Kontakt könne es zu Schleimhautreizungen und bei Verschlucken des Wassers zu Übelkeit und Erbrechen kommen.

Eine Blaualgenbelastung ist durch eine grünliche oder bläulich-grünliche Verfärbung bzw. Eintrübung des Wassers, geringe Sichttiefe, Schlierenbildung und die wolkenartige Verteilung im Wasser zu erkennen. Im aktuellen Fall weicht die Färbung durch den Grauton jedoch von der typischen Erscheinungsform ab. Kreissprecher Fengler: „Die Entwicklung der Blaualgenbelastung wird weiter beobachtet.“

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