AfD-Wahlkampf in Schwerin : Björn Höcke: „Ja zu preußischen Tugenden“

Björn Höcke in Schwerin: „Pünktlichkeit, Ordnung, Disziplin und Sauberkeit“.
Björn Höcke in Schwerin: „Pünktlichkeit, Ordnung, Disziplin und Sauberkeit“.

AfD-Rechtsausleger Björn Höcke auf der Wahlkampf-Kundgebung seiner Partei in Schwerin

von
19. August 2016, 21:00 Uhr

Der thüringische Landesvorsitzende und Chef der AfD-Fraktion im Erfurter Landtag, Björn Höcke, beschwor in Schwerin das, was das deutsche Bildungssystem seiner Meinung nach dringend braucht. „Pünktlichkeit, Ordnung, Disziplin und Sauberkeit, ja zu preußischen Tugenden“, rief er auf einer Wahlkampfveranstaltung der AfD den etwa 300 Zuhörern auf dem Marktplatz zu. Die Menge klatschte und etwa 100 Gegendemonstranten am Rande der Veranstaltung machten sich lautstark mit Trillerpfeifen bemerkbar.

Für Höcke, der dem völkischen und nationalistischen Spektrum seiner Partei zugeordnet wird, war Schwerin nach Neubrandenburg und Usedom innerhalb weniger Tage schon die dritte Station im Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern .

In der Landeshauptstadt sollte er zur Bildungspolitik seiner Partei sprechen. „Massenhafte Zuwanderung aus dem afrikanischen und asiatischen Raum wird unser Bildungssystem zum Zusammenbruch führen“, prophezeite der 44-jährige beurlaubte Gymnasiallehrer und war wieder bei seinem Lieblingsthema Migration. Mit kruden Ideen vom „lebensbejahenden afrikanischen Ausbreitungstyp“ der auf den „europäischen Platzhaltertyp“ trifft, begründete Höcke im vergangenen Jahr seine Forderung nach Grenzschließungen und sorgte damit bundesweit für Schlagzeilen.

In Schwerin hielt sich Höcke mit rassistischen Äußerungen zurück. Sein Schulbild zeichnete er erzkonservativ: „Früher hatten die Schüler Respekt vor den Lehrern, heute haben die Lehrer Angst vor den Schülern.“ Höcke selbst möchte aber nach seiner politischen Karriere an die Schule zurück. „Ich liebe den Lehrerberuf“, so Höcke.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen