Nach Vergewaltigung auf Rügen : Bisher 210 Männer beim freiwilligen Massengentest

DNA-Spurensicherungsröhrchen liegen bei einem Reihengentest in Göhren auf der Insel Rügen auf einem Tisch. Mit Hilfe eines Massengentestes sollte ein Vergewaltiger einer Urlauberin aus Sachsen überführt werden.

DNA-Spurensicherungsröhrchen liegen bei einem Reihengentest in Göhren auf der Insel Rügen auf einem Tisch. Mit Hilfe eines Massengentestes sollte ein Vergewaltiger einer Urlauberin aus Sachsen überführt werden.

DNA-Abgleich soll Täter überführen.

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22. Januar 2018, 13:49 Uhr

Rund 210 Männer haben sich an einem Massengentest auf der Insel Rügen nach einer Vergewaltigung einer Urlauberin aus Sachsen beteiligt. Die anonymisierten Proben würden nun mit gespeicherten DNA-Proben aus der Datenbank abgeglichen, sagte eine Polizeisprecherin am Montag in Neubrandenburg. Aufgerufen waren etwa 500 Männer zwischen 15 und 35 Jahren, die sich zwischen dem 30. April und 1. Mai 2017 in Göhren aufgehalten haben. Die Auswertung der Proben werde einige Wochen in Anspruch nehmen, sagte die Sprecherin.

In Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft solle zudem geklärt werden, wie mit den Männern verfahren werde, die nicht zum Speicheltest gekommen seien. Möglicherweise würden diese nochmals angeschrieben, sollte sich aus den vorliegenden Proben keine Spur ergeben.

Eine 56 Jahre alte Urlauberin aus der Nähe von Leipzig war am 1. Mai auf dem Rückweg vom Strand von hinten attackiert, mit einem Messer bedroht und in ein Gebüsch gezerrt worden. Dort vergewaltigte der Täter sie. Der Mann floh, das Opfer wurde durch das Messer schwer verletzt. Am Opfer sicherten Rechtsmediziner DNA-Spuren des Täters.

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