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Mecklenburg-Vorpommern

12. Dezember 2017 | 13:23 Uhr

Bildung : Bis zu 16 Prozent mehr für Lehrer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

2000 Regionalschullehrer bekommen bis zu 500 Euro mehr - keine Erhöhungen für Grundschullehrer.

Vom nächsten Schuljahr an sollen die Lehrer an den Regionalschulen in MV mehr Geld bekommen. Um bis zu 16 Prozent kann das Brutto-Grundgehalt steigen. Das sieht ein Gesetzentwurf der Landesregierung vor, der heute im Landtag beraten wird. Auch die Professoren an den Universitäten können sich auf eine Gehaltserhöhung freuen.

Bislang liegen zwei Gehaltsstufen zwischen den Regionalschullehrern und ihren Kollegen an den Gymnasien. Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) will deshalb die 2000 Regionalschullehrer höher einstufen. Das macht nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft bei älteren Lehrerinnen einen Sprung von 4300 auf 4800 Euro brutto aus. Das Plus von 500 Euro entspricht einer Steigerung von elf Prozent. Auch manche jüngere Lehrer bekommen 500 Euro mehr. Der Sprung auf 3700 entspricht in diesen Fällen sogar 16 Prozent. Andere Lehrer müssen sich jedoch je nach Dienstjahren mit zusätzlichen 130 Euro zufrieden geben. Junge Lehrer, die ab dem kommenden Schuljahr verbeamtet werden, bekommen übrigens eine entsprechende Besoldung.

Mehr Gehalt mache den Lehrerberuf attraktiver, heißt es zur Begründung seitens des Bildungsministeriums. Sollte es ausbleiben, sei zu befürchten, dass immer weniger neue Lehrer für die Regionalschulen gewonnen werden, wenn an den Gymnasien mehr verdient wird. Das Land muss für den Zusatzlohn vorerst jedes Jahr Ausgaben in Höhe von 9,2 Millionen Euro zusätzlich einplanen. Mit dem Gehaltsplus zahlt MV seinen Regionalschullehrern dann auch mehr als viele andere Bundesländer.

Die GEW findet die Lohnsteigerung für Regionalschullehrer nur gerecht. „Die Differenz ist ihnen bislang vorenthalten worden“, sagte GEW-Tarifexperte Daniel Taprogge gegenüber unserer Zeitung. Schließlich seien viele Lehrer nach 1990 „nur durch Zufall“ an der Regionalschule und nicht am Gymnasium gelandet. Die GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner mahnte erneut an, die Lehrer unabhängig von der Schulart zu entlohnen. Denn für die Grundschullehrer ist keine Lohnerhöhung vorgesehen.

Der Gesetzentwurf sieht auch für die 173 Professoren an den Hochschulen ein Plus von bis zu 600 Euro brutto beim Grundgehalt vor. Es steigt so auf bis zu 5778 Euro. Das folgt laut Landesregierung aus einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Allerdings wird den Professoren dafür im Gegenzug ein Teil ihrer Leistungszulagen gestrichen, die sie derzeit zusätzlich zum Grundgehalt bekommen.

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