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Mecklenburg-Vorpommern

13. Dezember 2017 | 19:53 Uhr

Öko-Landbau : Bio-Höfe laden ein

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

51 Betriebe präsentieren ihre Produkte und klären über den Öko-Landbau auf.

von
erstellt am 19.Sep.2014 | 07:45 Uhr

Mit 23 Jahren sein eigener Chef sein – diesen Traum hat sich Ve-Annissa Spindler jetzt erfüllt. Seit zwei Wochen leitet die Agrarbetriebswirtin den Siebengiebelhof in Drenkow bei Parchim, dessen Tore auch zur siebten Bio-Landpartie des BUND am morgigen Sonnabend wieder offen stehen werden. „Wir wollen den Ökolandbau erlebbar machen und offene Fragen rund um das Thema Bio beantworten – direkt beim Produzenten“, erklärt Burkhard Roloff, Ökolandbau-Experte beim BUND, die Grundidee der Landpartie. Für Biolandwirte wie Ve-Annissa Spindler und die übrigen 50 Teilnehmer im ganzen Land ist dies eine tolle Möglichkeit ihren Hof bekannt zu machen.

Wenn Gleichaltrige gerade von der Disko nach Hause kommen, beginnt für die 23-Jährige der Tag. „Spätestens um sechs geht’s in den Stall zum Melken und das ist das Schönste am ganzen Tag“, erzählt Ve-Annissa Spindler mit einem kaum zu überbietenden Strahlen in den Augen. Als sie ihren Eltern von ihrem Berufswunsch erzählte, seien diese misstrauisch gewesen. Doch mit Gesellen- und Meisterbrief in der Tasche hat Ve, so ihr Rufname, allen Skeptikern ihren Willen bewiesen. Trotz ihres noch jungen Alters mangelt es der Landwirtin nicht an Erfahrung. „Ich habe auf rund 13 Milchhöfen gearbeitet – eine Zeit lang sogar in Neuseeland und Australien“, sagt sie. „Das Melken hat mir schon immer gefallen. Am liebsten bin ich morgens vor allen anderen im Stall. Dann ist es irgendwie so friedlich. Darum wollte ich auch unbedingt auf einen Milchviehhof“, verrät Ve-Anissa Spindler, die heute 22 Kühe und zahlreiche Kälbchen, zehn Mastschweine nebst Ferkeln, fünf Hühner, eine Ente und eine Pfauen-Familie auf dem kleinen Biohof ihr Eigen nennt.

Doch ohne ihre drei festen Mitarbeiter und die vielen weiteren helfenden Hände, wäre die Arbeit nicht zu schaffen, weiß die junge Chefin. „Wir sind mehr wie eine große Familie und obwohl ich den Hof leite, lasse ich mir noch vieles erklären und entscheide gemeinsam mit meinen Mitarbeitern.“ Der Siebengiebelhof trägt das Bio-Qualitätssiegel Demeter. Diesen Qualitätsstandard zu erhalten und die hauseigenen Produkte zu vermarkten, hat Ve-Annissa Spindler fest im Blick. Dabei wird sie von Katinka Hartmann unterstützt, die den angrenzenden Hofladen mit Café betreibt. „Wir planen eine Verbraucher- und Erzeugergenossenschaft, um die Vermarktung von Bio-Produkten voranzutreiben“, erklärt die Kulturarbeiterin und fügt hinzu: „Es gibt so viele tolle Produkte aus unserer Region, die wir den Leuten zeigen wollen.“

Ein Schritt ist die Teilnahme an der Bio-Landpartie. In Drenkow wird es um 12, 14 und 15 Uhr Hofführungen geben, das Café lockt mit hausgemachten Kuchen, die Milchprodukte aus der hauseigenen Käserei dürfen probiert werden und auch die Tiere freuen sich über einen Besuch. Jeder der 51 teilnehmenden Ökobetreibe lockt mit einem besonderen Programm zur Landpartie.

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