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Konjunkturauftrieb in MV : Billiges Geld löst Investitionsboom aus

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Konjunkturauftrieb in MV: Das billige Geld auf den Kapitalmärkten hat bei kleinen und mittleren Unternehmen im Nordosten in den ersten neun Monaten des Jahres einen Investitionsboom ausgelöst.

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erstellt am 07.Nov.2013 | 11:45 Uhr

Schwerin | Konjunkturauftrieb in MV: Das billige Geld auf den Kapitalmärkten hat bei kleinen und mittleren Unternehmen im Nordosten in den ersten neun Monaten des Jahres einen Investitionsboom ausgelöst - "ein Zeichen für den wirtschaftlichen Aufschwung in MV", meinte Michael Ermrich, geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbands (OSV) im Vorfeld eines Parlamentarischen Abends am Dienstag in Schwerin: "Die Unternehmen sind gut aufgestellt, investieren und vertrauen auf die Zukunft." Die Investitionspläne lassen die Kreditnachfrage in den neun Sparkassen in MV boomen. In den ersten neun Monaten seien 14,6 Prozent mehr Darlehen an Unternehmen und Selbstständige ausgereicht worden - insgesamt 377 Millionen Euro. Ermrich, seit Juni neuer geschäftsführender OSV-Präsident, verlangte von Union und SPD, bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin die Entwicklung nicht zu erschweren. Ein fester Mindestlohn, steigende Lohnkosten oder unsinnige Regulierungen, z. B. im Energiebereich, engten den Spielraum von Unternehmen ein und gefährdeten Arbeitsplätze, warnte Ermrich. Ein gesetzlicher Mindestlohn würde vor allem das Handwerk in Schwierigkeiten bringen. Löhne seien Sache der Tarifvertragsparteien, sagte Ermrich.

Indes erhöhe die derzeitige Niedrigzinsphase den Kostendruck in den Sparkassen in MV. Trotzdem würden die öffentlich-rechtliche Kreditinstitute "in der Fläche präsent bleiben", versicherte Ermrich. Das heiße nicht, dass in jedem Fall jede Filiale Bestand habe. Die Versorgung bleibe aber gewährleistet - ob mit Sparkassenbussen, Bankautomaten, tageweisen Öffnungszeiten oder anderen Lösungen. Auch suchten die Sparkassen Kooperationspartner in den Dörfern, beispielsweise für den Aufbau gemeinsamer Versorgungszentren. Auch im Sparkassenverbund solle künftig enger zusammengearbeitet werden, sagte Ermrich. So würden der Sparkassenverband Schleswig-Holstein mit dem ostdeutschen Vier-Länder-Verband OSV ab 2014 stärker kooperieren und beispielsweise betriebswirtschaftliche Beratung beim OSV konzentrieren. Eine Fusion der Verbände sei aber nicht geplant.

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