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Nach Anfangsschwierigkeiten : Bildungspaket wirkt

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Mehr als zwölf Millionen Euro wurden 2013 ausgegeben

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erstellt am 05.Jan.2014 | 17:52 Uhr

Kinder aus einkommensschwachen Familien haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld aus dem Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes bekommen als 2012. Insgesamt seien es 12,1 Millionen Euro gewesen, 13,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor, sagte der Staatssekretär im Sozialministerium, Nikolaus Voss. „Nach Anfangsschwierigkeiten kommt das Paket endlich besser an. Für die Eltern war besser zu erkennen, wo und wie sie die Anträge stellen können, und viele Schulen haben besser beraten“, so Voss. Besonders die Ausgaben für Lernförderung, Klassenfahrten und die Schülerbeförderung seien gestiegen.

Der größte Ausgabenposten ist mit 40,9 Prozent Voss zufolge das Mittagessen in Kitas und Schulen. Wie viele Kinder und Jugendliche tatsächlich von den Mitteln profitierten, kann Voss zufolge nicht erfasst werden. „Es werden nur Leistungen abgerechnet“, sagte er. Mehr Transparenz und weniger Bürokratie soll die elektronische Chipkarte für jeden Anspruchsberechtigten bringen, die 2013 bereits in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Ludwigslust-Parchim eingeführt und getestet wurde.

Die kreisfreien Städte und die anderen Landkreise, außer Vorpommern-Greifswald, ziehen nun nach. Mit der Bildungskarte würden sich Verwaltungsaufwand und Bearbeitungszeiten verringern, weil die Leistungen über ein Online-Verfahren abgerechnet werden können.

In diesem Jahr sollen leistungsschwache Schüler mehr Nachhilfe aus dem Bildungspaket finanziert bekommen. „Wir werden die Voraussetzungen für die Lernförderung erleichtern“, kündigte Voss an. Bisher erhalten Schüler erst dann Geld für Nachhilfe, wenn sie bereits akut versetzungsgefährdet sind. Die Förderung solle künftig einsetzen, wenn „das Kind noch nicht in den Brunnen gefallen“ sei. Dazu seien noch Abstimmungen mit dem Bildungsministerium nötig.

Nicht verbrauchte Mittel aus dem Bildungspaket stehen den Kommunen in den Folgejahren weiter zur Verfügung und müssen – das ist gesetzlich festgelegt – für Bildung und Teilhabe verwendet werden.

Im Jahr 2013 wurden daraus wie schon im Vorjahr 75 zusätzliche Stellen für Schulsozialarbeiter geschaffen, 2014 könnten es mehr als 80 werden.

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