Studie zur Inklusion : Bildung für alle?

Foto: Oliver Berg
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Je höher die Klasse, desto geringer die Inklusion

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03. September 2015, 21:00 Uhr

Realschulen und Gymnasien in Deutschland hinken bei der Inklusion von Behinderten hinterher. Je höher die Bildungsstufe, desto geringer ist die Chancen auf gemeinsame Bildung von behinderten und nichtbehinderten Schülern, so eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Während in Kitas und Grundschulen die Inklusionsquoten bundesweit bei 67 sowie knapp 47 Prozent liegen, geht laut Studie nur knapp jeder Zehnte der 71 400 Schüler mit Förderbedarf in Deutschland auf eine Realschule oder aufs Gymnasium. Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann-Stiftung, sagte: „Inklusion in Deutschland macht Fortschritte. Zum gemeinsamen Lernen ist es aber noch ein weiter Weg.“

Über alle Schulformen hinweg steigt der Inklusionsanteil bundesweit weiter an. Fast jedes dritte Kind mit Förderbedarf geht inzwischen auf eine Regelschule. In den letzten fünf Jahren ist das ein Anstieg von über 70 Prozent. Aber: Der Schüleranteil an Förderschulen geht dennoch kaum zurück. Und: Bundesweit sind die Voraussetzungen in den Ländern für das gemeinsame Lernen von Behinderten und Nichtbehinderten zu unterschiedlich, rügt die Stiftung.

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