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Post Schwerin : Bietigheim hält Post-Lauf nicht auf

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Mit dem vierten Heimsieg in Folge in der Saison wächst bei den Schweriner Post-Handballern auch das Selbstbewusstsein. Die Mannschaft habe die Punkte gegen Bietigheim verdient.

svz.de von
erstellt am 13.Nov.2011 | 07:57 Uhr

Schwerin | Mit dem vierten Heimsieg in Folge in der Saison wächst bei den Schweriner Post-Handballern auch das Selbstbewusstsein. "Die Mannschaft hat die Punkte gegen Bietigheim einfach verdient. Ich glaube nicht, dass wir am Ende im Tabellenkeller zu finden sein werden. Ich sehe uns im Mittelfeld", verkündet der nach 35 Minuten für Igor Levshin eingewechselte Torwart Robert Wetzel nach dem Schlusspfiff. Nach solch einer Leistung kann man mit breiter Brust auftreten! Wetzel hatte nicht nur wegen seiner spektakulären Paraden kurz hintereinander beim Stand von 24:22 (46.) gegen die frei zum Wurf kommenden Gäste-Akteure Christian Schäfer und Tim Coors einen gehörigen Anteil am 33:30-Erfolg.

Unterm Strich gibt es am Ausgang in dem spannenden und über weite Strecken sportlich höherwertigen Zweitliga-Duell gegen die SG BBM Bietigheim nichts zu deuteln. Das unterschrieb auch der Gäste-Trainer: "Ein verdienter Sieg. Wir sind Post immer hinterhergelaufen. Unsere sonst so gute 3-2-1-Deckung war diesmal nicht so zweikampfstark. Und im Angriff haben wir den Weg in die Tiefe nicht gefunden", so Jochen Zürn.

Das lag aber auch daran, dass Post-Coach Christian Prokop seine Jungs ganz offensichtlich super eingestellt hatte auf die ansonsten schnell und gefährlich agierenden Bietigheimer. "Wir hatten den SG-Hauptschützen Haller sehr gut im Griff. Nur gegen Kibat klappte es nicht ganz so. In Halbzeit eins haben wir zudem zu viele Abpraller kassiert", kommentierte Schwerins Spielmacher Moritz Weltgen die 60 Minuten, um hinzuzufügen: "Am Ende haben wir es ein bisschen zu spannend gemacht. Das müssen wir ungedingt abstellen, sonst fallen wir noch einmal auf die Nase." In der Tat gelang es den Mecklenburgern nicht - wie schon gegen Leipzig - einen eigentlich komfortablen Vorsprung souverän ins Ziel zu bringen. Gegen die Messestädter vergeigten die Postler vor knapp einem Monat fast noch die 31:25-Führung in den abschließenden knapp vier Minuten. Da rettete Wetzel mit einem gehaltenen Strafwurf den 31:30-Sieg. Jetzt am Sonnabend führte Post gegen Bietigheim - und wieder waren noch vier Minuten auf der Hallenuhr! - mit 31:27. Wieder sorgte man für eine Zittereinlage unter den diesmal 1240 Zuschauern auf den Rängen. Die Gäste kamen bis auf 29:31 ran und setzten als letztes Mittel auf komplette Manndeckung. 55 Sekunden waren da noch zu spielen. Doch da fasste sich Post-Linksaußen Martin Murwaski gleich zweimal ein Herz, lief mit dem Ball Slalom durch die jetzt natürlich Räume bietende SG-Abwehr und netzte zum 32:29 bzw. zum 33:30-Finale ein. "Wir müssen nach vorn konsequent zu Ende spielen, nicht nur 58 Minuten lang, sondern auch die letzten zwei. Bei solch einer engen Partie wirst du unnötig nervös in der Deckung", verkündet "Muri". Es ging wieder gut.

Und mit der schon fast atemberaubende Serie von 11:3 Zählern nach 0:6-Fehlstart klettert der SVP als nun Neunter erstmals in die obere Tabellenhälfte. Dies gilt es kommendes Wochenende zu verteidigen. "Wir fahren nach Friesenheim, um zu siegen…" Peng!!! Nicht nur eine klare Ansage von Regisseur Weltgen - da ist sie wieder: die breite Brust. Die Psyche ist auch im Handball schon fast die halbe Miete…

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