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Mecklenburg-Vorpommern

18. Oktober 2017 | 20:49 Uhr

Onleihe : Bibliotheken bieten Leseflats

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Digitale Bücher werden verstärkt genutzt / Stadtbibliotheken sind mit E-Books online gegangen

svz.de von
erstellt am 27.Feb.2015 | 11:49 Uhr

Bei schmuddeligem Wetter igeln sich viele gern zu Hause ein und lesen ein Buch statt in die Nässe rauszugehen, um Lesenachschub aus der Bibliothek oder dem Buchhandel zu holen. Denn E-Books kommen nicht nur von Amazon, readfy.com oder paperc.com, sondern ebenso von vielen Stadtbibliotheken in Mecklenburg-Vorpommern via Internet in die trockene Wohnung. Das Angebot der Onleihe – so nennt sich der Service und auch die App – umfasst tausende E-Books; aber ebenso Magazine und Zeitschriften, Videos und CDs.

Ria Kretschmer, die Leiterin der Rostocker Zentralbibliothek, berichtet, dass nicht einmal so sehr die jüngeren Leser, sondern die älteren besonders gerne auf die Onleihe zugreifen. „Sie können die Schrift größer stellen sowie ändern und sparen sich den mitunter mühsamen Weg in die Bibliothek.“ Ria Kretschmer selbst möchte ebenso nicht auf die Onleihe verzichten: „Wann immer ich auf Reisen bin, nutze ich die Onleihe auf dem Tablet, weil das aufgrund des geringeren Gewichts viel komfortabler ist.“

Damit bieten die öffentlichen Bibliotheken in Mecklenburg-Vorpommern das, was mit viel Trara von Amazon, Skobe oder Readfy gegen eine monatliche Gebühr oder mit Anzeigeneinblendungen angeboten wird.

Die Leser machen immer mehr Gebrauch von der Onleihe. In Schwerin liehen 965 Nutzer 22 353 unterschiedliche Medien aus. Im gesamten Verbund der Mecklenburg-Onleihe, wozu noch die Stadtbibliotheken Wismar (5071 Entleihungen), Parchim (2859) und Ludwigslust (2141) gehören, wurden 2014 von 1744 Nutzern 39 438 Medien entliehen. In der Rostocker Stadtbibliothek wurden ebenso viele Medien (40 444) von 2858 Nutzern entliehen.

Das Schweriner Angebot reicht von Klassikern von Stefan Zweigs „Brasilien“ und seiner Biographie „Die Welt von gestern“ über Reiseliteratur und Reisevideos bis hin zu den aktuellen Romanen von Charlotte Link. Die Rostocker Stadtbibliothek hat exemplarisch aufgelistet, welche Medien bei ihren Nutzern in welchem Umfang 2014 genutzt wurden: E-Books Belletristik (26.704), E-Books Sachliteratur (6700), E-Books Kinder-literatur (1403), E-Paper, das sind Zeitungen, (1291), E-Audio, das heißt Hörbücher für Erwachsene (3647), E-Audio Kinder: (578), E-Video (122).

Damit das klappt, sind zuvor einige Apps zu installieren. Der Nutzer wird mit Hinweisen der Apps bei der Einrichtung geführt. Zuerst richtet man die Onleihe-App mit den Zugangsdaten der eigenen Bibliothek ein. Die Onleihe-App weist darauf hin, dass auch eine E-Book-Reader-App auf dem Tablet-Rechner oder Smartphone installiert werden muss und empfiehlt unter anderem die App Aldiko. Diese ist schnell installiert und bequem in der Anwendung. Apple akzeptiert nur das Programm Bluefire Reader.

Da die Autoren ihre Werke nicht kostenlos zur Verfügung stellen, muss schließlich noch bei Adobes digitaler Rechteanwendung eine Registrierung erfolgen; und zwar über eine Anmeldung in der App und der Bestätigung durch Klicken auf den Link, der per Email versendet wird. Am Computer können Leser das Programm Adobe Digital Editions installieren. Danach kann das Lese- oder Hörvergnügen auch schon beginnen.

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