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Güstrow gespannt auf Entscheidung : Bewerbung für Landesgartenschau 2014

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In wenigen Tagen, voraussichtlich noch im Januar, fällt im Land die Entscheidung über die nächste Gartenschau in Mecklenburg-Vorpommern und wer sie ausrichten darf. Bekanntlich gibt es zwei Bewerber: Güstrow und Putbus.

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erstellt am 01.Jan.2012 | 06:55 Uhr

güstrow | In wenigen Tagen, voraussichtlich noch im Januar, fällt im Land die Entscheidung über die nächste Gartenschau in Mecklenburg-Vorpommern und wer sie ausrichten darf. Bekanntlich gibt es zwei Bewerber: Güstrow und Putbus. Mit bis zu 250 000 Besuchern kalkulieren die Macher der Laga in der Barlachstadt während der Ausstellungstage 2014 - ein enormer Schub für eine "blühende Zukunft", wie der Förderverein wirbt. Vereinsvorsitzender Olav Paarmann ist sich sicher: "Es wurde alles für eine erfolgreiche Bewerbung für den Zuschlag zur Durchführung einer Landesgartenschau 2014 getan."

Die Macher: Alles für Erfolg der Bewerbung getan

Die ganze Stadt stehe hinter der Bewerbung, meint Paarmann. Peter Lack Geschäftsführer des Sanierungsträgers Big Städtebau bestätigt: "Alle Beteiligten aus Politik, Verwaltung, Kultur und Wirtschaft haben an einem Strang gezogen. Es hat viel Spaß gemacht, das für die weitere Stadtentwicklung wichtige Laga-Konzept zu erarbeiten." Dieter Heidenreich, Vorstand der Volks- und Raiffeisenbank und Schatzmeister des Fördervereins, sekundiert: "Die Barlachstadt ist landesweit bekannt für ihre solide Haushaltsführung, die ohne Neuverschuldung auskommt. Das eingereichte Finanzierungskonzept ist mit aller kaufmännischen Vorsicht gerechnet." "Auch der Funke in der Bevölkerung ist übergesprungen", stellt Gerald Jungjohann, ebenfalls Vorstandsmitglied des Fördervereins und Geschäftsführer einer Gartenbaufirma, fest. Das Wohnumfeld werde ja auch noch attraktiver, ist sich Jürgen Schmidt, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Güstrow, sicher.

Der Laga-Förderverein zählt laut Paarmann über 60 Unternehmen sowie Privatpersonen aus der gesamten Region und hat zahlreiche Aktionen rund um die Bewerbung initiiert. Am Denkmal "Fuchs und Igel" wurde das Umfeld in einer großen Gemeinschaftsaktion gärtnerisch aufgewertet. Beim Wettbewerb "Male deinen Traumgarten" haben sich Kindergärten und Schulen aus der gesamten Region mit über 200 eingereichten Bildern beteiligt, die schließlich in der Volks- und Raiffeisenbank präsentiert wurden. Am 29. September brachte ein Fahrradkorso mit dem Bürgermeister an der Spitze die Bewerbungsunterlagen nach Schwerin und übergab sie Landwirtschaftsminister Till Backhaus. "Mehr ging nicht", zieht Olav Paarmann in Erwartung der Entscheidung ein optimistisches Fazit. "Ich bin mir ist sicher, dass der Einsatz und der Mut, mit dem die Bürger der Barlachstadt Güstrow diese Bewerbung vorangetrieben haben, bei der Politik in der Landeshauptstadt die verdiente Anerkennung erhalten werden."

Das Motto: "Hier hat Zukunft Tradition"

Unter dem Motto "Hier hat Zukunft Tradition" plant Güstrow ein sommerlanges Fest der Gartenkultur, in dessen Mittelpunkt das prachtvolle Renaissanceschloss steht. Der Schlossgarten wird bereits neu angelegt, um den denkmalpflegerischen Ansprüchen gerecht zu werden. Auf einer Zeitreise um die Innenstadt prägt ein in drei Ringe unterteiltes Gesamtkonzept die weitere städtebauliche Entwicklung des Altstadtkerns und die umliegenden Grün- und Wasserflächen.

Die Fläche im ehemaligen Stahlhof soll beräumt werden, die van Tongel’sche Halle dabei gegebenenfalls erhalten bleiben und als Blumenhalle dienen. Den Rosengarten so zu gestalten, dass er seinen Namen auch verdient, ist ein weiteres zentrales Anliegen. Unterstützend könnte, so die Vorstellung des Fördervereins, die Bleicherstraße während des Ausstellungszeitraumes von April bis Oktober verkehrsberuhigt werden. Entlang des Ellerbruchs und der Gleviner Mauer soll eine neue Promenade mit Themengärten der Zukunft entstehen; die gesamte Fläche wird als Naherholungsgebiet für Jung und Alt neu gestaltet und aufgewertet. Entlang der Schanze und des Pfaffenbruchs sind neue Wegebeziehungen geplant, die einen Rundweg entlang der Stadtmauer ermöglichen. Die genauen Abstimmungen dafür laufen aber noch.

Das Konzept: eine Zeitreise um die Innenstadt

"Die Gartenschau hat positive Auswirkungen auf die Wirtschaft, den Handel, den Tourismus, das Vereinsleben, die Schulen, sprich auf alle Lebensbereiche der Stadt. Hunderttausende von Besuchern werden die Gelegenheit nutzen, sich über die Leistung, Schönheit, aber auch das Potential Güstrows zu informieren", ist sich Anett Zimmermann vom Stadtmarketing sicher. Güstrow bekäme durch die Laga neue Entwicklungschancen, glaubt die Vorsitzende des Tourismus-Vereins. Die Beseitigung städtebaulicher Missstände sowie die nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen würden wesentliche Ergebnisse sein. Große Vorhaben wie die Umlegung der Bundesstraße oder die Entwicklung der innerstädtischen Stahlhof-Brache seien Projekte, die Güstrow sich ohne den Ansporn einer Gartenschau so kurzfristig kaum zugetraut hätte.

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