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Polizei beleidigt und angefahren : Bewährungsstrafe für Verkehrsrowdy

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Polizisten bei Kontrolle beleidigt und angefahren: Auto und Führerschein eingezogen

Im Rostocker Amtsgericht ist ein 32-jähriger Verkehrsrowdy gestern wegen gefährlicher Körperverletzung zu eine Haftstrafe von zehn Monaten verurteilt worden, die aber zur Bewährung ausgesetzt wird. Allerdings wird er erst einmal nicht mehr fahren können, da sein Auto und sein Führerschein eingezogen wird. Die Richterin sah es als erwiesen an, dass der Rostocker im April bei einer Verkehrskontrolle zwei Polizisten mit Gesten beleidigt und provoziert hatte, bevor er einen der Beamten anfuhr und etwa 40 Meter auf der Motorhaube mitschliff. Der Polizist trug dabei eine Rippen- und Nierenprellung davon. Anschließend floh der Verurteilte vom Tatort.

Der Mann hatte die Tat vor Gericht eingeräumt und sich bei den eingesetzten Polizeibeamten entschuldigt. Er habe den Polizisten aber nicht absichtlich angefahren, sondern aus der Situation entkommen wollen und ihn nicht gesehen. Schon vor der Verhandlung hatte er dem verletzten Beamten ein Schmerzensgeld gezahlt. Ursprünglich war berichtet worden, dass der Mann den rechtsextremen „Reichsbürgern“ nahestehe. Dieser Verdacht bestätigte sich im Prozess jedoch nicht.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten zur Bewährung gefordert, außerdem den Einzug von Auto und Fahrerlaubnis sowie das Ableisten von 180 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Der Verteidiger hatte acht Monate Haft zur Bewährung gefordert, außerdem solle das Auto nicht eingezogen werden. Beide Seiten prüfen Rechtsmittel gegen das Urteil, hieß es nach der Verhandlung.

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