Nach Unfalltod im Rettungswagen : Bewährungsstrafe für Fahrer

Auf der B 198  krachte ein Krankenwagen gegen einen Baum.
Auf der B 198 krachte ein Krankenwagen gegen einen Baum.

Das Amtsgericht Parchim erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schwerin einen Strafbefehl wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung

svz.de von
09. Juli 2014, 20:46 Uhr

Sieben Monate nach dem Tod einer Patientin in einem verunglückten Rettungswagen bei Plau am See hat der Fahrer eine sechsmonatige Freiheitsstrafe auf Bewährung bekommen. Das Amtsgericht Parchim erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schwerin einen Strafbefehl wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung, sagte Gerichtssprecher Kai Jacobsen gestern. Der Verteidiger des 27-jährigen Rettungsassistenten habe Einspruch eingelegt. Im August könnte es deshalb zur Hauptverhandlung kommen.

Der Fahrer des Rettungswagens soll bei dem Einsatz am 6. Dezember 2013 auf der B198 durch Unachtsamkeit von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Straßenbaum geprallt sein. Bei dem Unfall kam die 82-jährige Patientin ums Leben, ein Notarzt und ein Rettungssanitäter wurden schwer verletzt. Der Staatsanwaltschaft Schwerin zufolge war die Patientin nur mit einem Fuß-, Brust- und Beckengurt, nicht aber – wie vorgeschrieben – auch mit Schultergurten gesichert. Sie rutschte beim Aufprall unter den angelegten Gurten durch und erlitt so schwere Verletzungen, dass sie noch am Unfallort starb.

Zum Unfallzeitpunkt hatte es geschneit, zudem gab es immer wieder starke Sturmböen des Tiefs „Xaver“. Den Ermittlern zufolge haben die Witterungsverhältnisse für das Tatgeschehen aber keine Rolle gespielt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen