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Nordwestmecklenburg : Bettler und Teerkolonne auf Tour

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sie baten um Geld in Cramonshagen und Goddin / Im Bereich Brützkow und Rehna boten sie Asphaltierungsarbeiten an

von
erstellt am 09.Sep.2014 | 20:55 Uhr

Bettler und eine ominöse Teerkolonne sind wieder in Dörfern Nordwestmecklenburgs auf Tour. Die Polizei warnt vor möglichen Betrugsfällen. Zuvor hatten sich besorgte Menschen an die Beamten gewandt.

Zunächst hatten eine Frau und zwei Männer mit südländischem Aussehen in der Gemeinde Cramonshagen an Haustüren geklingelt und nach Geld gefragt. Kurze Zeit später wurde der Polizei ein ähnlicher Sachverhalt aus Goddin gemeldet. Dort klingelten eine Frau und ein Mann an den Häusern und hatten ein Schriftstück „Suchen Arbeit und bitten um eine Geldspende“ bei sich. Funkwagen der Polizei konnten die Personen auch in den umliegenden Ortschaften nicht mehr antreffen.

Auch eine ominöse Teerkolonne ist wieder aktiv. Dabei handelt es sich um englischsprachige Männer, die Asphaltierungsarbeiten im Bereich Brützkow und Rehna angeboten haben. „Hierbei handelt es sich nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre um eine mögliche Betrugshandlung. So wird in den bekannten Fällen für die angebotenen Arbeiten minderwertiges Material verwendet und hierfür, entgegen zuvor getroffener mündlicher Absprachen, völlig überhöhte Preise verlangt“, warnt Andre Falke von der Polizeiinspektion Wismar. Er rät diese Arbeiten nicht in Anspruch zu nehmen. Im Zweifelsfall stehen in den örtlichen Polizeirevieren rund um die Uhr Ansprechpartner zur Verfügung. Das sind das Polizeihauptrevier Wismar: 03841-2030; Autobahn- und Verkehrspolizeirevier Metelsdorf: 03841-79660; Polizeirevier Grevesmühlen: 03881-7200; Polizeirevier Gadebusch: 03886-7220.

Nach Angaben des Amtes Rehna haben Kommunen derzeit keine Firmen beauftragt, Asphaltierungsarbeiten im Amtsbereich vorzunehmen.

Bereits im Mai war eine ominöse Teerkolonne in Nordwestmecklenburg unterwegs. Sie suchte ahnungslose Grundstücksbesitzer und wollte ihnen Reparaturarbeiten aufschwatzen. Sie hatten sich als Mitarbeiter der „Stratenbohfirma Meier“ ausgegeben. In einem Fall gaukelten sie einer Hausbesitzerin vor, dass sie im Upahler Industriegebiet im Auftrag der Gemeinde Straßenarbeiten vorgenommen hätten. Nun hätten sie noch ein bisschen Kies und Splitt für die Grundstücksauffahrt über. Die Frau lehnte ab, während damals der Rest der dubiosen Teerkolonne wenige hundert Meter vor dem Ortseingangsschild wartete (SVZ berichtete).

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