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Betrunkener rammt Bus: Sechs Fahrgäste verletzt

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erstellt am 28.Jul.2013 | 06:46 Uhr

Ludwigslust | Es sollte ein vergnügliche Urlaubsreise an die Ostsee nach Warnemünde werden - doch die Fahrt endete für die 13 Insassen in einem Albtraum. Der Bus hatten gestern Vormittag gegen 11 Uhr gerade Dömitz an der Elbe hinter sich gelassen und war auf der B 191 in Richtung Ludwigslust unterwegs, als zwischen Heiddorf und Malliß plötzlich ein entgegenkommender Mercedes-Fahrer ein folgenschweres Überholmanöver startete. Nach Augenzeugenberichten wollte der 49-Jährige auf Höhe Bockup ein Pkw-Gespann mit Wohnwagen überholen und sich dazu einen Überblick über den Verkehr auf der Gegenfahrbahn verschaffen. Dabei fuhr der mutmaßliche Unfallverursacher jedoch zu weit auf die andere Seite und kollidiert frontal mit einem Reisebus. Der Busfahrer lenkte sein Fahrzeug geistesgegenwärtig nach rechts und konnte dadurch vermutlich Schlimmeres verhindern. Er landete zwar neben der Straße, kam aber noch vor einer Baumgruppe zum Stehen. Der Fahrer des Mercedes wird bei dem Unfall so schwer verletzt, dass er mit einem Hubschrauber ins Klinikum nach Schwerin geflogen werden muss. Unfallzeugen retten ihn laut Angaben eines Beobachters noch vor Eintreffen der Rettungskräfte aus seinem Autowrack.

Die 13 Insassen des Reisebusses hatten Glück im Unglück: Sieben Personen, darunter der Busfahrer, wurden leicht verletzt. Sie konnten sofort in einer nahe gelegenen Rettungsstelle betreut werden. An den beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden, der nach Polizeiangaben auf ungefähr 280 000 Euro geschätz wird. Der Bus ist nach Aussagen des Fahrers noch nicht mal ein Jahr alt. Die B191 war im Zuge der Unfallaufnahme für mehrere Stunden gesperrt.

Die Polizei habe Anhaltspunkte dafür, dass der Mercedes-Fahrer unter dem Einfluss von Alkohol stand, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Rostock gegenüber unserer Redaktion. Wie hoch der Alkoholspiegel tatsächlich war, wisse man erst, wenn die Ergebnisse der Blutalkoholanalyse vorliegen.

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