Wittenburg/Gudow : Betrunkener Geisterfahrer wendet Lkw auf A24

Das Schild an der Autobahn soll davon abhalten, zum Falschfahrer zu werden. Bundesweit gibt es jährlich bis zu 80 Unfälle durch Geisterfahrer, jeder sechste endet tödlich.
Foto:
1 von 2

Das Schild an der Autobahn soll davon abhalten, zum Falschfahrer zu werden. Bundesweit gibt es jährlich bis zu 80 Unfälle durch Geisterfahrer, jeder sechste endet tödlich. 

43-jähriger Niedersachse gerät in Wittenburg auf Gegenfahrbahn in Richtung Berlin. Polizei zieht ihn aus Verkehr

svz.de von
01. Juni 2016, 11:16 Uhr

Auf der A24 zwischen Wittenburg und Hagenow war am Mittwochmorgen ein betrunkener Lkw- Fahrer als Falschfahrer unterwegs. Er konnte wenig später von der Polizei gestellt werden.

Zeugenaussagen zufolge, sei der 43-Jährige mit seinem Lkw gegen 6.45 Uhr in Wittenburg auf die Autobahn gefahren und dabei auf die Gegenfahrbahnen in Richtung Berlin geraten.  Anschließend bemerkte er seinen Irrtum und wendete den Lkw samt Auflieger auf der Autobahn. Besorgte Autofahrer informierten daraufhin die Polizei über diesen Vorfall.

Eine Streifenwagenbesatzung des Autobahnverkehrs-polizeireviers in Stolpe eilte zum Ort des Geschehens und verständigte zeitgleich die benachbarte Autobahnpolizei in Mölln.

Den Beamten aus Schleswig- Holstein gelang es wenig später, kurz nach sieben Uhr, den betroffenen Lkw auf dem Rastplatz Gudow aus dem Verkehr zu ziehen.

Der Fahrer aus Niedersachsen wies bei der anschließenden Kontrolle einen Atemalkoholwert von 1,43 Promille auf.  Sein Führerschein wurde daraufhin sichergestellt und von Amts wegen eine Blutprobenentnahme veranlasst.  Gegen den Fahrer wird nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Trunkenheit im Straßenverkehr ermittelt.

„Da sich zu dieser Tageszeit relativ wenig Verkehr auf der Autobahn befand, hatte der Fahrer sehr, sehr  großes Glück, als er den Lkw samt Auflieger wendete. Normalerweise gilt: Auf keinen Fall auf der Straße wenden! Hier besteht nämlich allerhöchstes Risiko, dass es zu einem schlimmen Verkehrsunfall kommen kann“, sagt Klaus Wiechmann als Sprecher der Polizeiinspektion in Ludwigslust gestern auf SVZ-Nachfrage. Falschfahrer kämen auf der Autobahn 24 ansonsten  selten vor, schätzt der Beamte rückblickend ein. Seine Ratschläge  an jeden Falschfahrer: „Sobald ich merke, dass ich auf der falschen Seite bin, das Scheinwerferlicht  und die Warnblinkanlage einschalten. Dann sollte ich mich bemerkbar machen beim Gegenverkehr und versuchen, je nach Situation, auf den Standstreifen oder dicht an die Mittelschutzplanke heranzufahren und anzuhalten. Und: Sofort die Polizei benachrichtigen. Für alle anderen Verkehrsteilnehmer gilt, sobald sie über das Radio von dem Falschfahrer hören, sollten  sie unbedingt auf ihrer rechten Fahrspur bleiben, die Geschwindigkeit verringern und Überholmanöver unterlassen. Und zwar solange, bis wieder Entwarnung über den Rundfunk kommt.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen