zur Navigation springen

Aus dem Gerichtssaal : Betrugsfall bei Hartz IV endet mit Geldauflage

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mann arbeitet in Polen und kassiert trotzdem Arbeitslosengeld: Betrüger muss Geld zurück zahlen.

svz.de von
erstellt am 12.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Ein Mann aus der Region Waren, der als Reifenhändler in Polen arbeitete und trotzdem Arbeitslosengeld II kassierte, muss das gesamte Geld zurück und eine Auflage von 1000 Euro zahlen. Gegen Zahlung dieser Auflage werde das Amtsgericht das Verfahren dann einstellen, sagte Richter Roland Träger gestern. Der 39-jährige Angeklagte hatte den Betrug gestanden und bereits etwas Geld zurückgezahlt. Er habe sich in Polen eine neue Existenz aufbauen wollen, das Jobcenter in Waren aber darüber nicht informiert.

Der Mann hatte seit 2009 Hartz IV-Geld bezogen. Von Februar 2014 bis September 2015 bekam er 17 000 Euro vom Jobcenter, obwohl er in Polen tätig war und nicht mehr in dem angegebenen Dorf gewohnt hat.

Er habe eine polnische Partnerin und ein Kind. Die Zahlungen waren aufgeflogen, weil ein Familienangehöriger ebenfalls Hartz IV-Hilfe vom Jobcenter für die gleiche Wohnung beantragt hatte.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen