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Kriminalität : Betrügereien im Internet nehmen zu

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Betrügereien im Internet nehmen zu: Auch Mecklenburg-Vorpommern rüstet sich gegen die unsichtbare Bedrohung.

Eine wachsende Kriminalität im Internet zwingt auch Mecklenburg-Vorpommerns Polizisten dazu, zunehmend auf virtuelle Streife zu gehen. Tatorte seien Tauschbörsen, Blogs, Kommunikationsforen, Videoplattformen und soziale Netzwerke, erklärte Michael Schuldt, Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) in Rampe bei Schwerin. Seit 2011 bündele das LKA Ermittlungsressourcen in einem Dezernat Cybercrime, geschult aber seien Beamte in allen Polizeidienststellen des Landes.

„Die Kriminalitätslage im Phänomenbereich Cybercrime ist seit Jahren sehr dynamisch“, betonte Schuldt. Er gehe von einem unverändert hohen Bedrohungspotenzial aus, wenngleich die Statistik eine andere Sprache spreche. Laut Innenministerium wurden erstmals 2014 nur noch Straftaten erfasst, wo der Tatort in Deutschland liege. Dies sei bei Cybercrime aber oft nicht so; hier sei der Angreifer häufig im Ausland. „Angriffe können von nahezu jedem Ort der Welt ausgeführt werden“, meinte der LKA-Sprecher. „Gerade in der Wirtschaft gibt es ein hohes Dunkelfeld, die Kriminalitätsstatistik widerspiegelt reine Hellfeld-Erkenntnisse.“ Aus den Zahlen von 2014 dürfe nicht geschlossen werden, dass die Belastung durch Straftaten der Cybercrime insgesamt zurückgegangen ist, erklärte Innenminister Lorenz Caffier (CDU).

Laut Statistik nahm die Zahl der Fälle mit dem „Tatmittel Internet“ im Nordosten von 7025 (2013) auf 4530 im Vorjahr ab. Mehr als die Hälfte der Delikte 2014 entfielen auf Waren- und Kreditbetrug. Acht von zehn aller Fälle wurden letztes Jahr aufgeklärt, 2013 nur sechs von zehn. Von der Statistik ebenfalls weniger erfasst wurden Straftaten, die sich direkt gegen Datennetze oder informationstechnische Systeme richteten. Hier gingen die registrierten Fälle in MV von 2479 (2013) auf 1470 (2014) zurück. Aufgeklärt wurden indes mehr Delikte: 636 Angriffe 2013 und 812 im letzten Jahr. Schwerpunkte lagen beim Ausspähen, Abfangen oder Fälschen von Daten, Computersabotage oder Betrug.  

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