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Keine Lieferengpässe : Beste Zeit für den Schutz vor Grippe

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Amt: Impfung ist für jeden, der sie wünscht, möglich. In Kitas fehlen zunehmend erkältete Kinder

svz.de von
erstellt am 25.Okt.2015 | 09:00 Uhr

Trotz Lieferengpässen bei einigen Impfstoffen: Der Grippeschutzimpfung steht hierzulande nichts im Wege. „Beim Grippe-Impfstoff bestehen in Mecklenburg-Vorpommern generell keine Lieferengpässe“, betont die Leiterin der Gesundheitsabteilung des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock, Dr. Martina Littmann. Zwar könne es im Einzelnen möglich sein, dass ein bestimmter Impfstoff in einer bestimmten Darreichungsform oder Abpackungsgröße vor Ort nicht verfügbar sei. Durch alternative Impfstoffe sei aber gewährleistet, dass jeder, der den Impfschutz wünscht, ihn auch erhalten kann, betont Littmann.

Der Landesvertretung der Ersatzkassen (vdek) zufolge ist Ende Oktober ein idealer Zeitpunkt für die Impfung, die vor Grippe, aber nicht vor einem grippalen Infekt schützt. Der vdek appelliert vor allem an Risikogruppen, zur Grippeschutzimpfung zu gehen: Das sind Menschen ab 60 Jahre, chronisch Kranke, Angestellte in Gesundheitsberufen und Schwangere.

In den vergangenen Jahren wurde der Impfung gegen Influenza allerdings kein hoher Stellenwert eingeräumt. „Das allgemeine Desinteresse zieht sich dabei durch sämtliche Altersgruppen“, hat der Sprecher des Verbandes, Dr. Bernd Grübler, beobachtet. Einer Umfrage des Marktforschungsinstituts IPSOS zufolge hätten sich drei Viertel der Befragten in der Grippe-Saison 2013/14 nicht impfen lassen. Unter den 50- bis 70-Jährigen hatten knapp zwei Drittel (64 Prozent) keinen Impfschutz. Dabei werden gerade mit zunehmendem Alter die Krankheitsverläufe schwerer.


Kitas und Ärzte melden Erkrankungsdaten


Seit Anfang Oktober überwacht das Lagus wieder – wie in jedem Herbst und Winter zwischen 40. und 15. Kalenderwoche des Folgejahres – die Erkrankungssituation in Mecklenburg-Vorpommern. In dieser Zeitspanne ist sowohl die Wahrscheinlichkeit eines grippalen Infektes als auch die einer echten Grippe (Influenza) am größten.

Wöchentlich melden 120 Kindertagesstätten den Gesundheitsämtern, wie viele Kinder aufgrund von Erkältungskrankheiten nicht in die Einrichtung kommen, so Littmann. Die Gesundheitsämter würden die Daten des jeweiligen Kreises dann an das Lagus weiterleiten. Zusätzlich gehen dort Daten aus rund 30 Arztpraxen im Land ein, die ebenfalls melden, wie viele Patienten ihre Praxis wegen einer Erkältung oder einer Influenza aufsuchen.

Momentan verzeichnet das Lagus in den Kindertagesstätten eine „mittlere Aktivität“. Aus den Städten Schwerin und Rostock sowie den Landkreisen Rostock und Vorpommern-Rügen wird sogar eine hohe Zahl an erkälteten Kindern gemeldet. Bei den Arztpraxen melden die aus der Stadt Rostock und dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte momentan besonders viele erkältete Patienten. Fälle von echter Grippe wurden in diesem Herbst dagegen in MV noch nicht gemeldet. In Berlin und Brandenburg gibt es sie bereits.

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