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Bundesländer-Ranking : Bessere Noten für die Bildung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das Bildungssystem ist im Bundesländer-Ranking des Instituts der deutschen Wirtschaft aufgestiegen

svz.de von
erstellt am 17.Aug.2017 | 20:55 Uhr

Mecklenburg-Vorpommerns Bildungssystem hat sich im Bundesländer-Ranking nach oben gearbeitet: Von Platz elf ging es es auf Platz sieben. Das geht aus dem „Bildungsmonitor 2017“ des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, der gestern veröffentlicht wurde. Er stützt sich auf Daten aus 2015.

Die Stärken des Landes liegen demnach in der Integration, wo es im Bundesvergleich Platz zwei einnimmt. Im Vergleich zu den anderen Bundesländern hat demnach die soziale Herkunft nur geringen Einfluss auf den Bildungserfolg. Mit 8,2 Prozent habe das Land auch relativ wenige ausländische Schulabgänger ohne Abschluss gehabt. Gut schnitt MV auch bei der Forschung und einer hohen Promotionsquote ab.

Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) sagte, dass sich die soziale Herkunft der Kinder vergleichsweise wenig auf ihre Bildungsergebnisse auswirkt, sei eine gute Nachricht, ebenso die zweithöchste Promotionsquote der Bundesländer. Die Ministerin warnte jedoch: „Dennoch dürfen wir die Ergebnisse des Vergleichs nicht überbewerten. Der Bildungsmonitor ist keine unabhängige Studie, sondern versucht aus ökonomischer Sicht die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Bildung darzustellen.“ Bildungserfolge dürften nicht allein aus wirtschaftlicher Perspektive betrachtet werden.

Vergleichsweise schlecht bewertet die Studie die Kategorie Zeiteffizienz im Nordosten. Der Grund: 38,9 Prozent der 7770 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge wurden vorzeitig aufgelöst. Im Bundesschnitt waren es 27,5 Prozent. Auch waren die Wiederholerquoten an den Grundschulen und in der Sekundarstufe I höher als im Bundesschnitt.

Kritisch wurde zudem die unausgewogene Altersstruktur der Lehrer an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen bewertet. Zu gering war aus Sicht des IW Köln der Anteil der Absolventen mit einem ingenieurwissenschaftlichen Studium sowie der Anteil der sogenannten MINT-Wissenschaftler (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

Die FDP im Land spricht sich für eine Stärkung der MINT-Fächer aus. „Um damit den strukturellen Fachkräftemangel in diesem Bereich zu schließen“, sagte Generalsekretär David Wulff. Der Bildungsmonitor für alle 16 Bundesländer wurde vom IW zum 14. Mal im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erarbeitet. Die Studie ermittelt, inwieweit ein Bundesland die Bildungsteilhabe verbessert, zur Fachkräftesicherung beiträgt und Wachstum fördert.

Die Themenfelder seien bekannt, sagte Ministerin Hesse. Der Grund für die Altersstruktur der Lehrer sei das damals beschlossene Lehrerpersonalkonzept von Gewerkschaften und Landesregierung. „Im Übrigen müsste mir mal jemand erklären, was gegen erfahrene Lehrerinnen und Lehrer an unseren Schulen spricht“, äußerte Hesse.

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