Sozialministerin Drese fordert mehr Geld : Bessere Bezahlung in der Altenpflege

Sozialministerin Stefanie Drese (SPD)
Sozialministerin Stefanie Drese (SPD)

Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) hat von den privaten Altenpflege-Unternehmen eine bessere Bezahlung der Mitarbeiter gefordert.

von
27. September 2018, 17:08 Uhr

Beim Unternehmertag des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste in Mecklenburg-Vorpommern sagte die Ministerin am Donnerstag in Rostock: «Die eingeleiteten Maßnahmen für eine Pflegeoffensive werden aus meiner Sicht nur erfolgversprechend sein, wenn die so wichtige Arbeit in der Pflege auch angemessen bezahlt wird.»

Altenpfleger in Mecklenburg-Vorpommern verdienten bundesweit mit am wenigsten, sagte Drese unter Verweis auf eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Im Nordosten habe 2016 das mittlere Bruttoentgelt für Fachkräfte bei 2180 Euro, für Helfer bei 1621 Euro im Monat gelegen.

Drese will flächendeckende Tarifverträge

Damit habe MV unterhalb fast aller anderen Bundesländer gelegen. Der Abstand zur Bezahlung in der Krankenpflege im Land habe bei den Fachkräften im Schnitt 618 Euro betragen. Drese forderte, dass sich Anbieter und Pflegekassen auf höhere Pflegesätze für Mecklenburg-Vorpommern einigen und flächendeckende Tarifverträge anwenden.

Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) verwies auf die geplanten Erleichterungen bei der Ausbildung: Vom kommenden Schuljahr an soll das Schulgeld wegfallen. Dies sei ein wichtiger Schritt, um Pflege zukunftsfest zu gestalten, sagte der Minister.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen