Prozess Neubrandenburg : Beschuldigter eines Mordes schweigt vor Gericht

Die Verhandlung am Gericht in Neubrandenburg geht am 16. Oktober weiter.
Die Verhandlung am Gericht in Neubrandenburg geht am 16. Oktober weiter.

Ein Mann soll eine etwa 20 Jahre jüngere Frau sexuell genötigt und dann in ihrer Wohnung getötet haben

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11. Oktober 2017, 20:45 Uhr

Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer 29-jährigen Frau Anfang Mai bei Altentreptow (Mecklenburgische Seenplatte) schweigt der Angeklagte. Er wolle keine Angaben zu den Vorwürfen gegen ihn machen, ließ der 48-Jährige zum Prozessauftakt am Landgericht Neubrandenburg am Mittwoch über seinen Pflichtverteidiger mitteilen. Gegen den Unternehmer aus Siedenbollentin wird wegen Mordverdachts verhandelt.

Laut Anklage soll er die Frau in seinem Wohnort nach einer Feier angesprochen haben und mit zu ihr nach Hause gegangen sein, um Kaffee zu trinken. Dort habe er sie sexuell genötigt. Als sie sich wehrte, soll er sie erwürgt haben, um die Straftat zu verdecken. Anschließend habe er die Leiche auf seinem Fahrrad zu seinem Haus geschoben und dort auf die Ladefläche seines Autos umgeladen. Später soll er die Tote dann in einem Schilfgelände hinter seinem Grundstück abgelegt haben, um sie zu verstecken.

Die Anklage stützt sich auf das Protokoll zur Vernehmung des Beschuldigten. Er war nach Zeugenhinweisen wenige Stunden nach der Tat verhaftet worden.

Am ersten Prozesstag wurden mehrere Zeugen gehört. Einer der Polizeibeamten, die den Angeklagten vernommen hatten, beschrieb ihn als selbstbewussten Mann. Er habe kein Bedauern gegenüber dem Opfer gezeigt, sagte der Kriminalhauptkommissar. Er habe aber seine eigene Situation bedauert. Der Prozess wird am 16. Oktober fortgesetzt.

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