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Serientäter? : Bereits sechs Überfälle auf Tankstellen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In Nordmecklenburg häufen sich Straftaten

von
erstellt am 15.Dez.2014 | 20:30 Uhr

Tankstellen-Betreiber Jens Herrschaft wurde innerhalb weniger Tage Opfer von zwei Einbrüchen und einem Überfall. Am Sonntag gegen 20 Uhr drangen zwei Maskierte in seine Oil-Tankstelle in Mühlengeez bei Güstrow ein. Mit Pistolen bedrohten sie die Frau an der Kasse und flohen mit der Beute in Höhe von mehreren hundert Euro. „Die Verkäuferin blieb unverletzt, stand aber unter Schock“, teilte Isabel Wenzel vom Polizeipräsidium Rostock mit.

Nur wenige Stunden später brachen Unbekannte in die Oil-Tankstelle in Sternberg ein. Die Station gehört ebenfalls Jens Herrschaft. Die Einbrecher stahlen Zigaretten. Der Schaden wird auf 2000 Euro geschätzt. Bereits am vergangenen Mittwoch haben Unbekannte bei einem Einbruch in diese Tankstelle Zigaretten im Wert von mehreren Tausend Euro gestohlen. Einen Tag später drangen die Einbrecher in die Hem-Tankstelle im nahen Holzendorf ein. „Wir vermuten Zusammenhänge zwischen den drei Einbruchsdelikten“, sagte Klaus Wiechmann, Polizeisprecher in Ludwigslust. Täter wurden bislang noch nicht ermittelt.

Einen ersten Erfolg meldet dagegen die Polizei in Güstrow. Dort wurde am 30. November kurz vor ein Uhr die Esso-Tankstelle von einem maskierten bewaffneten Mann überfallen. „Wir haben inzwischen einen Tatverdächtigen“, bestätigte der Güstrower Polizeisprecher Gert Frahm. Für den bewaffneten Überfall auf die Shell-Tankstelle in Rostock-Lichtenhagen nur neun Tage später kommt der Mann als Täter aber nicht infrage. „Von einem Zusammenhang gehen wir hier nicht aus“, so Frahm.

Sechs Fälle in nur drei Wochen – warum Tankstellen im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock derzeit so häufig ins Visier der Verbrecher geraten, kann die Polizei auch nicht erklären. Sieben schwere Straftaten gegen Tankstellen gab es 2013 über das gesamte Jahr verteilt. „Vielleicht brauchen die Täter vor Weihnachten dringend Geld“, meinte eine Polizeisprecherin.

 

 



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