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Begleitetes Fahren : Beliebt: Mit 17 Jahren hinterm Lenkrad

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Aus der Onlineredaktion

Viele Jugendliche sind der Meinung, dass sie durch das begleitete Fahren sicherer auf den Straßen werden

svz.de von
erstellt am 07.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Schon seit sechs Jahren ist in Deutschland das Begleitete Fahren mit 17 Jahren möglich. Viele Jugendliche profitieren von dem Gesetz und nehmen am Straßenverkehr schon ein Jahr vor dem eigentlichen Fahralter teil – allerdings nur mit Begleitperson im Beifahrersitz. Die meisten Fahranfänger sind dieser Regelung gegenüber positiv eingestimmt. „Der Führerschein mit 17 ist echt ganz gut. So kriegt man von den Eltern nochmal ein paar Tipps, um Sicherheit hinter dem Steuer zu gewinnen“, sagt die 17-jährige Ronja Purwin. „Natürlich reden die Eltern dann einem manchmal rein, aber das ist ja nur gut gemeint und so kann man auch von den Erfahrungen der Eltern lernen“, ergänzt die Schülerin des Güstrower Brinckmangymnasiums.

Die Fahrschülerin Hannah Gerstenberger stimmt dem zu: „Die Eltern sind dann nicht mehr so besorgt, wenn man mit 18 alleine fährt.“ Allerdings möchte die 17-jährige sam liebsten gleich alleine los fahren. „Aber das eine Jahr geht schneller um, als man denkt“, ergänzt Hannah.

Auch die 18-jährige Jette Jörns hat ihren Führerschein mit 17 gemacht und erinnert sich, dass es mit den Eltern eine ganz andere Fahrweise ist, als mit dem Fahrlehrer. „Mit den Eltern traut man sich doch noch mehr nachzufragen und die geben einem auch noch mal ganz andere, persönlichere Ratschläge mit auf den Weg“, erklärt Jette. Aber von einem noch niedrigerem Fahralter, wie es zum Beispiel in den USA üblich ist, ist sie nicht überzeugt. „In Amerika kann man den Führerschein ja schon mit 16 erhalten. Aber das finde ich persönlich zu früh, da viele Jugendliche in dem Alter noch sehr leichtsinnig sind und die Gefahren auf der Straße nicht so riskant einschätzen“, meint Jette Jörns.

Jakob Meier findet, dass das begleitete Fahren ein fließender Übergang zum Fahren alleine ist. „Man fängt in der Fahrschule an zu lernen, wo der Fahrschullehrer zur Not immer noch eingreifen kann. Dann fährt man ein Jahr entspannt begleitet, wobei man von den Begleitpersonen noch mehr geschult wird und dann ist man fit genug, um alleine zu fahren“, erklärt der 18-Jährige. „Ich rate allen den Führerschein mit 17 zu machen, da man nicht besser an den Straßenverkehr gewöhnt werden kann.“




 

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