Rostock : Bekanntes und Neues auf der Hanse Sail erwartet

Das Stelldichein vieler Traditionsschiffe macht die Hanse Sail aus.
Das Stelldichein vieler Traditionsschiffe macht die Hanse Sail aus.

170 Schiffe aus 15 Nationen steuern Rostock an. Törns kosten zwischen 35 und 110 Euro

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23. Juli 2019, 20:00 Uhr

Selten zuvor war die Hanse Sail so international. 170 Schiffe aus 15 Staaten werden am zweiten Augustwochenende Rostock zu Mecklenburg-Vorpommerns größtem Volksfest anlaufen. „Das zeigt die internationale Anziehungskraft der Sail“, sagte Veranstaltungsleiter Holger Bellgardt bei der Vorstellung des Programms der 29. Hanse Sail am Dienstag. Etwa 140 Traditionssegler und Windjammer laden zu Open-Ship und zu Törns auf der Ostsee ein. Karten für eine Mitfahrt kosten pro Person 35 bis 110 Euro. Die Einnahmen kämen der Pflege und Unterhaltung der meist ehrenamtlich betriebenen Traditionsschiffe zugute, hieß es.

Bundespräsident eröffnet die Hanse Sail

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird gemeinsam mit dem portugisischen Präsidenten Marcelo Rebelo de Sousa die Sail am 8. August eröffnen. Die Veranstalter rechnen mit einer Million Besucher und damit mit einer ähnlich hohen Gästezahl wie im vergangenen Jahr.

Neben Ausfahrten bietet das Fest an den vier Tagen auch ein reichhaltiges Programm auf mehreren Bühnen mit Shantychören und Bands wie City und Caught in the Act. 500 Marktstände erwarten ebenfalls die Besucher.

Sechs Segelschulschiffe zu Gast in Rostock

Zuschauermagneten werden aber wie in den vergangenen Jahren die großen Segler sein. Gleich sechs Segelschulschiffe haben ihr Kommen angekündigt. Zum ersten Mal laufen das Schulschiff der italienischen Marine „Amerigo Vespucci“ und das Flaggschiff der kolumbianischen Marine „Gloria“ Rostock an. Die „Amerigo Vespucci“ ist fast 90 Jahre alt und segelt noch mit Spitzengeschwindigkeiten von zehn Knoten (etwa 20 km/h).

Alte Bekannte sind dagegen die beiden russischen Windjammer „Krusenstern“ und „Mir“, die schon mehrmals auf der Rostocker Hanse Sail zu Gast waren. „Insbesondere die Treue der russischen Großsegler zur Hanse Sail freut uns besonders. Wir werten das auch als Wunsch auf ein friedliches und enges Miteinander im Ostseeraum“, so Bellgardt.

Erstmals Verzicht auf Einweg-Plastik-Becher

Ökologisch vorbildlich verzichtet die Hanse Sail in diesem Jahr erstmalig auf Einweg-Plastik-Becher und setzt ausschließlich auf Pfandbecher. „Das ist die Geburtsstunde einer neuen Hanse Sail-Qualität – ohne fossiles Wegwerfgeschirr“, so Rostocks Senator für Bau und Umwelt, Holger Matthäus (Grüne). In den vergangenen Jahren landeten an jedem Abend der Hanse Sail 10 bis 20 Prozent der benutzten Plastikbecher in der Warnow und wurden größtenteils in die Ostsee geschwemmt.

Auch die Marine ist bei der 29. Hanse Sail wieder mit an Bord. Von Freitag bis Sonntag öffne auch der Marinestützpunkt Hohe Düne seine Tore und bietet Besuchern Rundgänge auf den Schiffen. Am Passagierkai in Warnemünde wird außerdem die 1995 in Dienst gestellte Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ liegen.

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