zur Navigation springen

Bei Zulassungen schlägt Diesel erstmals Benziner

vom

Schwerin/Flensburg | Immer mehr Deutsche entscheiden sich für einen Diesel. Von den 269 144 Autos, die im vergangenen Monat bundesweit zugelassen wurden, hatten 135 194 Neuwagen einen Dieselmotor - das sind 50,2 Prozent. "Damit ist erstmals der Dieselanteil höher als der der Benziner", sagt Stefan Immen vom Kraftfahrtbundesamt in Flensburg.

Größere Fahrzeuge liegen weiterhin im Trend. Geländewagen wurden im November mit einem Plus von 7,1 Prozent verkauft. Die Großraum-Vans legten um 14,2 Prozent zu und das Oberklasse segment lag 14,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Dagegen verloren Kleinwagen um 22 Prozent. Bisher wurden in diesem Jahr 2,93 Millionen neue Autos angemeldet. Bis Ende 2011 sollen es 3,2 Millionen sein, das wären zehn Prozent mehr als 2010.

In Mecklenburg-Vorpommern blieb der Anteil der Dieselfahrzeuge etwa auf gleichem Niveau. Wurden im Oktober 1207 Selbstzünder und 1757 Benziner neu zugelassen, waren es im Vergleichsmonat des Vorjahres 1244 Dieselautos und 2055 Wagen mit Ottomotor.

Doch Experten befürchten mit Blick auf die momentane Entwicklung der Kraftstoffpreise, dass sich die im Verbrauch sparsamen, aber in der Anschaffung und bei der Steuer teureren Dieselmotoren nicht mehr lohnen. "In keinem anderen Monat des Jahres 2011 mussten die Autofahrer so hohe Dieselpreise bezahlen wie im November", sagt Jürgen Grieving vom ADAC. Nach Angaben des Automobilclubs kletterte der Preis für einen Liter des Selbstzünderkraftstoffs im Monatsmittel auf 1,453 Euro. Leicht gesunken gegenüber dem Vormonat ist dagegen der Benzinpreis. Ein Liter Super E10 kostete im November 1,506 Euro. Die Preisdifferenz zwischen den beiden Sorten sank damit im Monatsmittel auf 5,3 Cent. In einigen Städten wie Mainz lag der durchschnittliche Dieselpreis sogar bei 1,511 Euro und damit lediglich um 1,9 Cent unter dem dortigen Benzinpreis.

Allerdings gehen die Experten davon aus, dass sich die Preisschere zwischen Diesel und Benzin in den nächsten Monaten wieder öffnet. "Zum Winter klettern die Dieselpreise immer, was von Mineralölkonzernen mit der gestiegenen Nachfrage nach Heizöl begründet wird", meinte Grieving. Ob sich ein Diesel lohnt, hänge aber nicht von der Spritpreisentwicklung in einem einzigen Monat ab.

zur Startseite

von
erstellt am 08.Dez.2011 | 10:54 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen