zur Navigation springen

Tag des offenen Denkmals : Bei Rittern und Burgherren

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Burgen, KdF-Bad Prora, Friedhöfe und ehemalige Hospitäler: Tag des offenen Denkmals am Sonntag bietet eine enorme Vielfalt

svz.de von
erstellt am 09.Sep.2016 | 12:00 Uhr

An diesem Sonntag können Kulturinteressierte wieder Blicke in selten geöffnete Denkmäler werfen und Musik im Denkmalambiente genießen.

Zum Tag des offenen Denkmals öffnen etwa 280 Denkmäler im Nordosten ihre Türen. Die feierliche Landesveranstaltung findet mit Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) auf der Burganlage Löcknitz (Kreis Vorpommern-Greifswald) statt. Dort wird Bodendenkmalpfleger Hans Behn für sein ehrenamtliches Engagement mit dem Friedrich-Lisch-Denkmalpreis geehrt. Den mit 4000 Euro dotierten Preis erhält Behn u.a. für wichtige Funde auf Spülfeldern von Baggerarbeiten an der Trebel sowie in einem Waldgebiet bei Gielow (Kreis Mecklenburgische Seenplatte).

Ihm sei auch die Entdeckung bronzezeitlicher Hortfunde bei Basedow und Zettemin (Mecklenburgische Seenplatte) zu verdanken. Eine lobende Erwähnung mit einem Preisgeld von 300 Euro erhält der Verein Peter-Weiss-Haus in Rostock.

Landesweit sind Besucher in 69 Denkmäler in Vorpommern, 34 in Schwerin und Rostock sowie mehrere hundert kulturhistorisch wichtige Objekte in Mecklenburg eingeladen. So können Interessierte u.a. Führungen und Vorträge auf dem Alten Friedhof in Schwerin genießen. Die Anlage wurde nach Entwürfen des großherzoglichen Gartendirektors Theodor Klett landschaftlich gestaltet und 1863 geweiht. In Nordwestmecklenburg kann u.a. Schloss Neuhoff mit Reitpark besichtigt werden.

In Rostock stellt ein Verein die historische Mühlendammschleuse an der Warnow vor. In Neubukow und Kröpelin (Landkreis Rostock) werden die alten Bahnhöfe für Kunst geöffnet. An der Seenplatte sind u.a. die bedeutende Schlossanlage Basedow samt Marstall für Besucher geöffnet und es gibt Führungen im ehemaligen Ritter-schloss von Ankershagen, das sonst geschlossen ist. Auf Rügen öffnen mehrere Blöcke der NS-Hinterlassenschaft Prora bei Binz sowie das Jagdschloss Granitz.

In Greifswald geben Fachleute Auskünfte über die ehemalige Flugplatzsiedlung Ladebow. In Penkun gibt es Führungen im sonst nicht geöffneten St.-Georg-Hospital, einem Massivbau mit Krüppelwalmdach und Lehmwänden aus dem Jahr 1755. Das Gebäude ist ein Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und wird zur Senioren-Wohngemeinschaft umgebaut. Die Burganlage Löcknitz an der Randow gehörte zur Grenzbefestigung zwischen Pommern und Brandenburg. Von der Burganlage sind die Ruine des Bergfrieds sowie Teile des Walls und Kasematten aus dem 15. Jahrhundert erhalten.

>> Diese Stätten machen mit beim Tag des offenen Denkmals

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen