zur Navigation springen

Schwerin : Bei Nestlé-Ansiedlung Rennstrecke möglich

vom

Die mögliche Ansiedlung eines Nestlé-Werkes im Industriegebiet Göhrener Tannen löst keine besonderen Aktivitäten aus. Der Autobahnzubringer werde erst gebaut, wenn es tatsächlich einen Kaufvertrag gibt.

svz.de von
erstellt am 13.Jan.2012 | 10:06 Uhr

Schwerin | Die mögliche Ansiedlung eines Nestlé-Werkes im Industriegebiet Göhrener Tannen löst zunächst keine besonderen Aktivitäten aus. "Der geplante Autobahnzubringer wird erst gebaut, wenn es tatsächlich einen Kaufvertrag gibt", hieß es aus der Stadtverwaltung. Die Zustimmung des Bundesverkehrsministeriums für den Bau der Straße liegt jedoch bereits vor, teilte das Landesverkehrsministerium mit. Außerdem gäbe es eine Planungsvereinbarung zwischen der Landeshauptstadt Schwerin, dem alten Landkreis Parchim und dem Straßenbauamt Schwerin, wonach jeder den ihn betreffenden Abschnitt des Zubringers, der zwischen Plate und Consrade an die A 14 anschließen soll, selbst projektiert. Planungsaufträge sind aber noch nicht erteilt.

"Wir warten ab, wer sich für das Industriegebiet entscheidet und welche Wünsche das Unternehmen hat", sagte Baudezernent Dr. Wolfram Friedersdorff. "Wenn als erstes ein Gleisanschluss gewünscht wird, bauen wir zuerst den."

Auch die ins Gespräch gebrachte Offroad-Rennstrecke könnte betrieben werden. Denn Nestlé will bei einer Ansiedlung höchstens 60 Hektar für sein Werk erwerben. Es wäre noch ausreichend Platz in den Göhrener Tannen, so Friedersdorff. Außerdem würden Autorennen verhindern, dass Bäume und Sträucher wachsen und damit wieder Biotope entstehen. Allerdings: "Ein Rennstadion mit festen Tribünen und einer Boxengasse passt nicht ins Bild Schwerins." Eine Übungsstrecke, auf der im Jahr zwei bis drei Rennen stattfinden, sei aber durchaus neben einem Nestlé-Werk möglich - solange nicht weitere Wirtschaftsunternehmen die Flächen nutzen wollen.

Auf jeden Fall würde Nestlé - wie jeder andere Investor auch - so genannte Ausgleichsmaßnahmen für dann bebaute Flächen in den Göhrener Tannen umsetzen müssen. Die Stadt hat dafür unter anderem die Renaturierung des Siebendörfer Moores festgelegt.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen