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Zweitliga-Handball Rostock : Bei Empor kriselt es auf und neben dem Parkett

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Es kriselt beim HC Empor Rostock. Und das in doppelter Hinsicht. Sportlich steht dem Team in der 2. Handball-Bundesliga mit Platz 17 das Wasser bis zum Hals. Auch leitungsseitig ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen.

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erstellt am 24.Apr.2012 | 10:34 Uhr

Rostock | Es kriselt beim HC Empor Rostock. Und das in doppelter Hinsicht. Sportlich steht dem Team in der 2. Handball-Bundesliga mit Platz 17 das Wasser bis zum Hals. Auch leitungsseitig ist längst nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Gerade in einer erforderlichen Phase des Zusammenhaltens driftet so einiges auseinander. Gestern ist der Vorstand Leistungssport, Dr. Ulf Zierau, von seiner Position zurückgetreten. "Ich werde keine dreckige Wäsche waschen. Die Person, die es betrifft, hatte die Möglichkeit der Entschuldigung. Das ist leider ausgeblieben", sagte der Spezialist für Gefäßchirurgie und kündigte eine geordnete Übergabe an.

Offenbar ging es um die Personalie Sven Liesegang, der mit dem HC Empor Rostock in Verbindung gebracht wurde. Der ehemalige Magdeburger sollte im Jugendbereich tätig werden und dabei den Nachwuchs an den Profibereich heranführen. Zugleich sollte Liesegang, der in Bernburg bereits seinen Trainerposten gekündigt hat, an der Seite von Chefcoach Norbert Henke den Assistenzposten übernehmen. Doch in diesem Punkt schieden sich offensichtlich die Geister. Nach NNN-Informationen plant der Traditionsverein offensichtlich, bei Klassenerhalt die Machtbefugnisse von Henke zu erhöhen: Cheftrainer, Geschäftsführer und Manager in einer Person. Ein Modell, das allerdings unter der Regie von Holger Schneider in die berühmte Hose gegangen war. Kreso Ivankovic soll als spielender Co-Trainer Norbert Henke den Rücken freihalten. Über diese Regelung muss die Gesellschafter-Versammlung des Clubs jedoch erst noch entscheiden.

Die Querelen um die Ausrichtung im Vorstand machen bei den Spielern nicht gerade die Köpfe frei. Während Liga-Konkurrent Post Schwerin finanziell mit Unterstützung der Sparkassen-Arena-Kiel-Gruppe, der auch der Komplex in der Landeshauptstadt gehört, aufrüstet und morgen wahrscheinlich Holger Schneider als Sport-lichen Leiter berufen wird - der ehemalige Trainer des HCE hat bereits den Rostockern Gabor Langhans und Tom Wetzel Angebote gemacht -, haben sich die Empor-Verantwortlichen mit sich selbst beschäftigt, anstatt gemeinsam die Weichen für die Zukunft zu stellen. Es bleibt zu hoffen, dass ein Schlussstrich gezogen wird und das Krisenmanagement greift.

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